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sich stets den beiden andern, Margaretha und Katharina, an—
schloß, viel aus Betrübniß weinte und in ihrer Sehnsucht betete*)
und dennoch so lange keine hejahende Aussage über die Wieder—
kehr der Erscheinung auch vor ihr geistiges Schauen machte.
Als an diesem Dienstag Abend die Größern, im Ganzen
sechs Personen, zur Heimkehr mahnten, schlug Susanna mit einigen
einen Seitenpfad ein, während Margaretha und Katharina mit
den ührigen auf dem directen Wege nach dem Dorfe zu gingen.
Sie schuuegten sich hierbei enge an Eva Langendörfer an, schauten
furchtsam um und behaupteten, daß die Erscheinung — die wir
bon nun an mit ihnen als die „Mutter Gottes“ mit deren
sonstigen so schönen Namen benennen wollen — ihnen ganz nahe
nachfolge. Um die Kinder zu prüfen, bedeckte man je einem der—
selben die Augen, um das andere die jedesmalige Stelle der
nachfolgenden Gottesmutter bezeichnen zu lassen. Die Angaben
der Kinder stimmten vollständig überein. Beim Dorfe angelangt,
entschwebte die Himmlische vor dem Hause des Dörnbächer, an
einem daselbst liegenden größern Steine dem geistigen Gesichts—
kretse ihrer kleinen Lieblinge, welches diese mit dem Ausruf an—
deuteten: „Nun ist sie fort!“
Nach dieser dritten Erscheinung der unbefleckten Jungfrau
waren die begnadigten Kinder sehr fröhlich. Von der Mutter
nach dem Grunde befragt, antwortete Katharina in ihrer Orts—
sprache: „Die Mutter Gottes war so schön! In das Gesicht kann
man ihr nicht schauen. Es ist, als ob man im die Sonne sehen
sollte.“ In der folgenden Nacht schliefen die Kinder ruhig den
Schlaf des Glückes und der Unschuld.
Am andern Tage, Mittwoch, den 5. Juli, konnte der Vater
der Katharina Hubertus sich nicht mehr zuruͤckhalten; er entschloß.
sich sein Kind selbst an Ort und Stelle der Erscheinung zu pruüfent
und auszuforschen. In der zweiten Stunde des Nachnittags be—
gab er sich mit den Kleinen in den Härtelwald. Ihm schloß sich art
der seit elf Monaten kranke Bergmann Nikolaus Rektenwald
aus Marpingen und einige Andere, deren Ausgang zur Feldarbeit
ste thetlweise denselben Weg einschlagen ließ. Bergmann Nik.
Rektenwald hatte die Kunde von der Erscheinung am Dienstag
früh zuerst vernommen und dieselbe gläubig als die Offenbarung
der von ihm seit Begim seiner Krankheit mit vielem Vertrauert
berehrten Gottesmutter aufgenommen, in der Hoffnung, bei diesem
Anlaß endlich hergestellt zu werden. Daher hatte er auch schon
*) Die Eltern ließen für sie eine hl. Messe lesen.