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bei einer. abermaligen Erscheinung Bewohner von Marpingen mit
ihnen im Walde ein, welche mit den Kindern ihre Untersuchung
anstellten, anfänglich ungläubig lachten, aber bald davon abließen
und sodann weit andächtiger als sonst mit zu beten begannen.
Am Abend desselben Dienstags, den 4. Juli, begaben sich
die drei Kinder wiederum in den Härtelwald zur bewußten Stelle
der Erscheinung. Margaretha hatte ihre Mutter Kunz zur Theil⸗
nahme an diesem Hingange gebeten; dieselbe hatte aber abgelehnt
mil den Worten: „Geht ihr nur allein hin, ich gehe ein anderes
Mal mit, wenn ihr wirklich etwas sehet.“ Dagegen schlossen
sich den Kindern zwei erwachsene Mädchen an, Katharina
Schnur und Anna Blies. Eva Langendörfer und Jakoh Blies,
ebeufalls erwachsene Personen, kamen erst nach Beginn der nun
folgenden Erscheinung. Roch später fanden sich ein die erwachsene
Elsfabeth Gard und Maria Hofmann und gegen zwanzig reifere
Kinder. Nach Ankunft an der bekannten Stelle knieete man nieder
zum Gebete. Die ersten Fragen nach der Anwesenheit der Er⸗
scheinung verneinten die Kinder durch Kopfschütteln. Bei der dritten
Wiederholung des Vaterunser aber bejahten sie jene Frage mit
Kopfnicken, aber ohne zu reden. Ihr Gesicht wurde blaß und
starr war ihr Blick zu Boden gerichtet. Die Anwesenden be—
gannen nun den Rosenkranz laut zu beten und veranlaßten dann
die beglückten Kinder vier Fragen an die Erscheinung zu stellen,
darunter wiederum die zwei bereits bei der zweiten Erscheinung
vorgelegten und beantworteten: 1) Wer die Erscheinung sei? 2)
Wad fie begehre? 8) Ob das berrichtete Gebet gut gewesen?
H Ob sie, die Kinder, noch öfters kommen sollten? Die dritte
uͤnd vierte Frage wurden von der Erscheinung einfach bezaht, die
zwei ersten wieder beantwortet wie früher: „Ich bin die un—
befleckt Empfangene!“ und Ihr sollt fromm beten“
und diesmal noch ma dem Zusatze: „und nicht sündigen!“
Von den Antworten hörten die Anwesenden Nichts, so wie
sie auch Nichts von der Erscheinung sehen konnten. Selbst Susanna
wurde an diesem Abend, der dritten Offenbarung der Erscheinung,
ebensowenig wie am Nachmittag des Dienstages bei der zweiten
Offenbarung, derselben nicht theilhaftig. Sie entbehrte auch dieser
SGnade über einen ganzen Mondat lang bis zum Montag, 7. August.
Dieser Umstand, in Verbindung mit der Thatsache, daß Susanna
als die Erste überhaupt die Erscheinung geschaut hatte, ist für
die Beurtheilung, ob Schein oder Wahrheit hier vorliege, gewiß
von großer Wichtigkeit. Dieselbe wird noch erhöht, weil Susanna