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allen Marpingern in Verkehr und vielfach in sehr genaue Be—
kanntschaft gekommen. Mir, sind fast alle Personen, welche jetzt
in den Vorgängen zu Marpingen genannt werden, ganz genau
bekannt; so habe ich namentlich mit der Wittwe Jakob Kunz
und mit dem Johann Hubertus, — den Eltern von zwei Marien—
kindern — sehr viele Rechtsgeschäfte gehabt.
„Mein Urtheil lautet dahin, daß ich die Wittwe Kunz
und den Johann Hubertus gls musterhaft redliche Leute kennent
gelernt habe, und daß ich dafür, daß die Herren Pfarrer von
Marpingen und Alsweiler mit Wissen an keinem Betrug sich
hethetligt oder Betrug unterstützen wollten, meinen Kopf unter
das Fallbeil legen wollte. Das ist nicht freventlich gesprochen,
sondern wahrhaftig und für die Wahrheit muß man jedes Opfer
zu bringen bereit sein.
„Für die Wittwe Kunz habe ich nach dem im Februar 1868
erfolgten gräßlichen Tode ihres Ehemannes in der Mühle bei
Alsweiler alle Akte zur Befriedigung ihrer Gläubiger gefertigt.
Nach Bezahlung aller Schulden blieb der armen Frau mit 7 bBis
9 Kindern, von denen das älteste vieneict 17 Jahre alt war,
kaum noch das nöthige Geld übrig, um oben in Marpingen —
ich war wiederholt im Hause — ein kleines Haus für sich und
ihre armen Kinder zu kaufen. Die älteren Söhne gingen in die
Kohlengruben und verschafften dadurch der Mutter und den kleinen
Geschwistern das Brot. Die Mutter ist aus dem gleich unterhalb
Marpingen gelegenen halb protestanttschen Berfchweiler gebüͤrtig,
pon hraver katholischer Familie, wie ich weiß, und hat sie ihren
Gläuhigern gegenüber stets das größte Gerechtigkeitsgefühl gezeigt,
wie ich bezeugen kann.
„Johann Hubertus — von kleiner, untersetzter Figur — ist
gerade so redlich und brav, wie er aussieht. Jeder, der ihn steht,
wird ihn einer Unredlichkeit unfähig halten, und als Biedermaum
habe ich ihn in vielen Geschäften kennen gelernt.“
Anm Nontag, den 3. Juli 1876, einem überaus heißen Tage,
zur Zeit des abendlichen Angelusläutens, befanden sich die
drei Kinder mit noch zwet anderen, einer sechsjährigen Schwester
der Katharing und der ebenfalls sechsjährigen Auna Meisberger,
in dem geschilderten Härtelwald, um Heidelbeeren zu pflücken.
Die kleinen Sammlerinnen hielten stch, wie es die Art ihrer
Beschäfttgung mit sich brachte, nicht ganz enge zusammen. Sie
waren jedoch auch, nicht weit in das Gebuͤsch vorgedrungen.
Plötzlich schrie Suͤsanna auf und rief ihre beiden Gefährtinnen