Geschäftshauses in Duisburg, Viktoriastraße 19, ein.
1903 erfolgte der Umzug in das neue Haus zu
Duisburg, dessen Erdgeschoß das Geschäft füllte,
während darüber die Wohnung von Ernst Röchling
lag. Die Ausdehnung des Roheisenhandels nach
dem Osten machte neue Maßnahmen und zuverlässige
Hilfskräfte nötig. So übernahm Baumeister
die Vertretung der Firma für Berlin und Vorpommern.
Im April 1904 erhielt Heinrich Neu aus
Saarbrücken, der seit 1902 Buchhalter in Duisburg
war, Handlungsvollmacht.
Entsprechend der Erstarkung der deutschen
Eisenindustrie ging der Handel in englischem und
schottischem Eisen seit Mitte der achtziger Jahre
ständig zurück. Namentlich Mischeisen wurde durch
den Mitbewerb des luxemburgisch-lothringischen
Roheisens verdrängt. Verträge mit dem Roheisensyndikate
in Düsseldorf, mit dem Luxemburger
Roheisensyndikate und mit dem Kohlensyndikate
verboten den Handel mit Nichtsyndikatseisen bis
auf wenige Spezialsorten. Röhrenverschaffungen,
welche für Ludwigshafen ausgeführt wurden und
zur Vervollständigung ‚der Kohlenladungen dienten,
beschäftigten zwar den Kran noch zeitweise, aber,
ım ihn voll zu beschäftigen, mußte auch fremdes
Gut, Schlacken, Erze, Bleche und Eisen, zur Löschung
und Ladung übernommen werden. Als daher
mit Errichtung des Kohlenkontors 1904 der Firma
auch noch die Verfügung über die Kohlenschiffe
genommen wurde und damit auch die
günstige Gelegenheit zur Röhrenverschaffung aus
fiel, gab die Firma im August 1904 den Kranbetrieb
auf, verkaufte ihren Dampfkran und trat das
Magazin Kaiserhafen 213 an ihre Nachbarfirma H
Milchsack in Ruhrort ab.
Im Laufe des Jahres 1905 wurden auch die
letzten vor Errichtung des Kohlenkontors geschlossenen
Transport- und Schleppverträge erledigt.
Mit ihnen hörte die Kohlenladung durch
die Firma vollständig auf. Das Magazin Alter Hafen
87 wurde gegen eine jährliche Pachtsumme von
955 Mark dem Kohlenkontor zur Verfügung gestellt.
Das Magazin Südhafen 80/81 war schon mit
dem ı. April 1904 von der Hafenverwaltung anderweitig
verpachtet worden. Diese Veränderungen
schufen einen fast vollständigen Wechsel in den
Angestellten der Niederlassung. Pieper trat 1906
aus, Kleinpopper wurde Bürochef und der bisherige
Reisevertreter Hans v. Fuchs Prokurist. 1907 umfaßte
der Betrieb außer dem Chef zwei Prokuristen,
einen Handlungsbevollmächtigten, 9 Angestellte, 2
Lehrlinge, einen Bürodiener und je einen festbesoldeten
Vertreter in Hannover, Berlin, Dresden und
Erfurt, sowie je einen Provisionsvertreter in Chemaitz
und Breslau.
8. Zweigniederlassung Middlesborough on Tees,
Im Januar 1869 wurde die Zweigniederlassung
in Middlesborough on Tees gegründet und wurde
schnell der blühende Mittelpunkt des Einkaufs von
englischem Roheisen. Der erste Leiter der Zweigniederlassung
Middlesborough war G. E. Hohbach.
Am 2. April 1837 in Ulm geboren, war er bereits
1858 nach England gekommen und hatte bei einer
Firma in New castle on Tyne Stellung genommen.
1865 war er nach Middlesborough zu Isaac Lowthian
Bell — jetzt Bell Brothers — als Korrespondent
gekommen. Von dort übernahm ihn 1869 die
Firma C. Schmidborn & Co. 1875 siedelte er nach
Glasgow über, wohin sich der Schwerpunkt des
Roheisenhandels verschob. Damals wurde Wilhelm
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