Full text : Das Haus Röchling und seine Unternehmungen

Uwe Excell. vryheid van invoering voor deze goederen
 hadt, in welk geval ons eene ministerielle Re:
solutie to vryen invoor noodig is.
Mit verschuldigde hoogachting teekenen Ex
cellentie
17 HoogWelEdelgeboren dienstwillige dienaars
C. L. Röchling & Cie.
Da Karl Röchling 1852 aus Rotterdam heimkehrte
 und dann kein persönlich beteiligter mehr
dort die Geschäfte wahrnahm, brachte es die Firma
zu keiner Blüte und ging schließlich ein

2. Die Firma Schmidborn, Klingenburg
& Cie. in Ludwigshafen a. Rh. und ihre
Fortsetzungen.

Im Jahre 1836 war die Fürther Bahn gebaut
worden, 1840 die Bahnen Mannheim-Heidelberg und
Mainz-Frankfurt, und 1841 die Strecke Straßburg-Basel‘
 der französischen Ostbahn. Ende der vierziger
 Jahre wurde die französische Ostbahn bis
Forbach fortgeführt und die Pfalzbahn Bexbach-Ludwigshafen
 gebaut. Die Verbindungsstrecke
zwischen beiden: Bexbach-Neunkirchen-Saarbrücken-Forbach
 übernahm der preußische Staat.
Das Eisenbahnzeitalter war für Südwestdeutschland
und insbesondere für Saarbrücken angebrochen, und
die neuen Verkehrswege wiesen den Handel auf
neue Bahnen. Für eine Kohlenhandelsfirma des
Saargebietes wurde es daher erforderlich, mit
eigenen Niederlassungen über das Saargebiet hinauszugreifen,
 und zwar nach allen beiden Richtungen,
 nach welchen die Bahnverbindung wies. Es
gelang Karl Schmidborn und Theodor Röchling,
mit einem Manne in Verbindung zu treten, der
die Technik des niederrheinisch-westfälischen Kohlenhandels
 beherrschte. Es war dies Engelbert
Klingenburg, Prokurist der Firma Mathias Stinnes
zu Mülheim an der Ruhr und in Koblenz wohnhaft.
Engelbert Klingenburg war am 25. August 1819
zu Neuwied geboren und hatte nach beendigter
Schulzeit zuerst das Uhrmacherhandwerk bei seinem
 Vater erlernen sollen. Da er dazu jedoch
keine Lust gehabt hatte und ein guter Rechner
gewesen war, war er in die kaufmännische Lehre
in der Stärkemehlfabrik Remy in Neuwied getreten.
Später hatte er in Koblenz ein kleines Kohlengeschäft.
 angefangen. Dann aber war er Reisender
und noch später Prokurist der Kohlenfirma
Mathias Stinnes in Mülheim a. Ruhr geworden.
Erst in Verbindung mit den Familien Schmidborn
und Röchling wurde er zu einem erfolgreichen Geschäftsmann.
 Mit ihm gemeinsam gründete die
Firma C. Schmidborn im engsten Anschluß an
die neu entstehende Bahnlinie eine neue Firma.
Als Ort der Hauptniederlassung wurde das eine
Ende der neuen Bahnlinie, Ludwigshafen am Rhein
gewählt. Der Ort Ludwigshafen war erst im Jahre
1843 aus der Rheinschanze, einem ehemaligen Teile
der Befestigungen der Stadt Mannheim entstanden.
Er lag auf den Gemarkungen von Friesenheim
und Mundenheim und zählte 1849 etwa 1000 Einwohner.
 Den Ort der Zweigniederlassung bildete
das andere Ende der Bahn, Bexbach. Dasselbe
konnte naturgemäß nur solange Bedeutung haben,
als die Linie Bexbach-Neunkirchen nicht gebaut
und somit noch ein besonderes Kohlenzufuhrge:
schäft von den Saargruben nach Bexbach erforderlich
 war. Karl Schmidborn, Theodor Röchling und
Engelbert Klingenburg wurden nach dem Gesellschaftsvertrag
 vom I. Januar 18zo die Teilhaber
            
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