ling, Saarbrücken, Fritz Röchling, Saarbrücken,
Otto Röchling, Basel, und Martha von Rex geb.
Röchling, der Witwe Ernst Röchling, Anna geb.
Schultz in Ludwigshafen und ihren drei Söhnen
August Röchling, Kaufmann in Mannheim, Rudolf
Röchling, Techniker in Ludwigshafen und Heinrich
Röchling, Kaufmann in Ludwigshafen und einem
Sohn von Friedrich Röchling, Dr. jur. Fritz Röch
ling, Kaufmann zu Mailand.
Von diesen Mitgliedern widmeten Fritz Röchling
der jüngere und Dr. Richard Röchling ihre
Haupttätigkeit dem Eisenwerke Völklingen. Dr.
Richard Röchling starb am 21. Januar 1898, Fritz
Röchling der jüngere am 30. März 1903. 1905
‘rat der jüngste Sohn Karl Röchlings, Eduard Röchling,
als geschäftsführender Teilhaber. in die Firma
Gebr. Röchling ein, nachdem er zuvor ın der Ludwigshafener
Nebenfirma tätig gewesen war. Am
26. Mai 1910 starb der letzte der vier ertragswirtschaftlich
hervorragenden Brüder, Karl Röching,
zu Saarbrücken im Alter von 83 Tahren
3. Kohlen- und Kokshandel
Den Kern der Geschäftstätigkeit der Firma C.
Schmidborn bildete auch in den vierziger und fünfziger
Jahren des neunzehnten Jahrhunderts noch
der Kohlenhandel, und zwar vor allem der Kohlenhandel
verbunden mit Saar- und Moselschifffahrt.
Aber nur sehr langsam gelang es, mit den
technischen. Verschiffungsmitteln vorwärts zu kommen.
In den vierziger Jahren erfuhr das Fahrwasser
der Saar von Saargemünd abwärts zwar
einige Verbesserung, und es stieg durch Reinigen
des Flusses der Wasserpegel um 10 Zentimeter.
Aber es blieb doch immer nur eine Schiffahrt in
kleinem Maßstab möglich. Sie dehnte sich allerdings
auf einen etwas größeren Teil des Jahres
aus, die Ladungen stiegen etwas und die Schiffsfrachten
sanken entsprechend, ja selbst neue Güter
strömten dem Saarverkehr zu, aber auch jetzt
konnten nur Schiffe bis zu 40 Tonnen Tragfähigkeit
auf ihr fahren. Seit 1845 bezogen die Dillinger
Hüttenwerke regelmäßig Roheisen zu Wasser aus
Hohenrhein im Lahntal. Seit 1846 bezog die Firma
Gebrüder Stumm Roteisenstein aus ihren neugekauf-:en
Gruben im Kreise Wetzlar. Das waren die wichtigsten
Rückfrachten für die Kähne, welche Saarkohle
der Firma in das Lahntal führten. Aehnliche
Hin- und Rückfracht war vielfach üblich. So übernahm
der Schiffer und Unternehmer Anton Bier
im August 1853 die Fracht von 8610 Zentner Koks
für B. Frorath auf der Nievernerhütte bei Ems
in Nassau für die Firma C. Schmidborn, zum Preise
von 2 Talern, 22 Silbergroschen und 6 Pfennigen
für das Fuder, welcher jedoch später auf 4 Taler
erhöht wurde. Wegen Eises „übersetzte‘‘ er in
Trier ein Schiff und verkaufte dafür in Trier für
94 Taler Koks. Er brachte nur 8360 Zentner Koks
nach der Nievernerhütte. Deshalb wurden dem Bier
204 Taler 5 Silbergroschen an seiner Fracht abgezogen,
nämlich 104 Taler 5 Silbergroschen als Wertersatz
des fehlenden Koks und 100 Taler als Frachtabzug.
Bier erklärte sich damit einverstanden und
erhob die Restsumme von 339 Talern. Schenkungsweise
wurden ihm nachher noch 40 Taler nachgewährt.
Durch Prozeßakten sind diese Einzelheiten
auf die Nachwelt gekommen. Seit 1857 bezog die
Burbacherhütte Minette aus ihren Luxemburger
Erzgruben. Dieselbe wurde in Stadtbredimus in
die flachen kiellosen Kähne von 26 bis 416 Tonnen