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Das Handelshaus Röchling zu Saarbrücken.
“Die Firma Friedrich Röchline.
Während Christian Röchling sein Leben in gelehrter
menschenfreundlicher Tätigkeit verbrachte
und durch diese zu bürgerlicher Wohlhabenheit aufstieg,
betätigte sich in seinen vier Brüdern die
crtragswirtschaftliche Tatkraft bereits in schick:
sa!sbestimmender Form. Alle vier wurden Kaufleute,
und obgleich keiner von ihnen sein Geschäft
zu besonderer Höhe brachte, so geht doch in letzter
Linie von ihnen der Ursprung des Handelshauses
Röchling aus. Dreien wurde die Saarbrücker
Heimat zu eng, und sie zogen in die Ferne. Der
sine, Philipp, starb 1824 als Kaufmann in Libau,
der zweite, Ludwig, 1834 als Kaufmann in Löwen
in Holland. Der dritte, Karl, starb erst 1877 als
Kaufmann in Mannheim. Er wurde Mitbegründer
und Teilhaber des noch jetzt bestehenden Bankgeschäftes
Reverchon und Co. zu Trier. In Saarbrücken
verblieb nur der zweitälteste der Brüder,
der Kaufmann Friedrich Röchling, der am 3. September
1774 geboren war. Seine Gattin war seine
Base Henriette Röchling, die Tochter des Freiherrlich
Dürkheimschen Amtmannes Johann Jakob
Röchling. Ihre Ehe war kinderlos. Dagegen war
die Ehe einer Tochter des Pfarrers Johann Friedrich
Röchling, Karoline, mit Kindern gesegnet. Während
die eine Tochter, Dorothea, die Gattin ihres
Vetters, des Kammerpräsidenten Friedrich Röchng
wurde, heiratete Karoline, welche am 15. Juni
1768 geboren war und im Dezember 1845 starb,
1791 den Gastwirt Philipp Schmidborn zu St.
Johann. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne, Philipp
und Karl Schmidborn, hervor, von denen der
erstere eine Glasfabrik in Friedrichsthal betrieb,
während der letztere Kaufmann wurde. Die Verbindung
des Hauses Röchling mit dem Hause
Schmidborn wurde für die Entwicklung des Handelshauses
Röchling von Mitbedeutung.
Friedrich Röchling gründete im Alter von 42
Jahren in Saarbrücken 1822 unter der Firma Friedrich
Röchling ein Kohlemgeschäft. Während der
Handel mit Saarkohle unter den Fürsten von
Nassau-Saarbrücken auf Monopolverträgen oder auf
Handelspacht beruht hatte, so handelte es sich jetzt
unter der preußischen Herrschaft um ein freies
Handelsgeschäft. Es stützte sich im wesentlichen
auf die Pferdefuhre und den Schiffahrtsweg der
Saar. In dem Magazin Kohlwage zu Malstatt sammelten
sich die Kohlen aus den verschiedenen
Gruben an, besonders aus dem Sulzbachthale. Von
dort aus wurden sie in die kleinen Saarschiffe
verladen, deren Laderaum zwischen dreißig und
ziebzig Tonnen schwankte, und in Lohn von Schiffern
die Saar hinunter und die Mosel stromauf
und stromab gefahren. Ein Frachtbrief der Firma
Friedrich Röchling, in französischer Sprache, ge
zeichnet Fred. Röchling vom ı. März 1828, in wel
chem die Firma durch den Schiffer Nic. Marx
aus Saarburg einem Kunden 75 Fuder Louisen:-