Full text : Das Haus Röchling und seine Unternehmungen

ten, welche am ıı. November 1815 amtlich ausgesprochen
 wurde. Von Haus aus keineswegs ver:
mögend, brachte Christian Röchling es durch seine
Lebensleistung und strenge Sparsamkeit schon in
frühen Jahren zu einiger. Wohlhabenheit, verfügte
bald über für die damalige Zeit erhebliche Barmittel
und legte gern -‚einen Teil seiner Ersparnisse in
Ackerland in der nächsten Nähe seiner Heimatstadt
 an. Mit dem Jahre 1844 beginnt bei ihm
ein planmäßiges Landkaufen und Verpachten der
Grundstücke an einzelne Ackerer, das sich‘ bis zu
seinem Tode am 28. April 1855 verfolgen läßt
und ihm offenbar persönliche Genugtuung bereitete.
Er erwarb Aecker und Wiesen auf Saarbrücker und
St. Arnualer Bann, wann sich die Gelegenheit zum
Kaufe bot. Nach und nach kaufte er so Gelände
aım neuen Käsbüsch, auf dem Lerchesflur, am Glokkenwald,
 an der Trumpelwiese, auf der Habster
Kirche, am Galgenberg, am Hinterthaler Wege
Saarbrücker und St. Arnualer Bannes, am Folster
Weiher, in den Strängen in St. Arnual, am Spicherer
 Berg, hinterm Gottwill, am Reppersberg, an
der Hardt. Während er die Wiesen zum Teil selbst
bewirtschaftete, verpachtete er die Aecker, und zwar
persönlich. Er besaß besonders schöne litogra:
graphierte Pachtscheine und füllte dieselben stets
persönlich mit seiner schönen scharfen Hand aus.!)
Seinen Wiesen widmete er perönliche Sorgfalt und
namentlich um seine Saarwiesen kümmerte er sich
selbst. Durch die im Jahre 1812 geplante und
begonnene Schleusenanlage hatte sich‘ gegenüber
seinen St. Arnualer Uferwiesen am anderen Ufer
eine Insel gebildet und war der Strom ganz an
das linke Ufer geworfen worden. Dadurch war ein
großer Teil des rechten Wiesenufers abgerissen
worden. Später, 1847, begannen wieder die An:
schwemmungen am linken Ufer. Um das verlorene
Grundstück wieder zu gewinnen, ließ Dr. Röchling
längs der ganzen Wiese mit beträchtlichem Kosten:
aufwand Bühnen anlegen und das wiedergewonnene

+) So verpachtete er: 1844 ein Ackerstück im neuen
Käsbüsch, R 16 Nr. 14, circa einen Morgen enthaltend.
1845 ein Äckerstück, Saarbrücker Bannes auf dem
Lerchesflur, R 16, Nr. 73, enthaltend 157 Ruthen 62
Schuhe; 1845 einen Stück Ackerland, St. Arnualer
Bannes, an der Trumpelwiese, circa ein Morgen enthaltend_R
 18, Nr. 74. 1845 ein Ackerstück, St. Arnualer
 Bannes an der Trumpelwiese, circa einen Morgen
enthaltend, R 18 und ein kleineres Ackerstück, ganz
nahe bei dem oben bezeichneten. 1845 ein Ackerstück
 Saarbrücker Bannes am Glockenwald R 24, Nr. 21]
zwischen G. Bentz und IL. Wahlster, circa einen Morgen
anthaltend. 1845 ein Stück Ackerland, gegen einen
Morgen groß, Arnualer Bannes im Hinterthale R. 23
N 1 neben Dr. Röchling. 1846 ein Ackerstück, Saar->rücker
 Bannes, am Folster Weiher R. 19 M. 12, circa
3anen Morgen enthaltend, neben Ludwig Wahlster. 1846
zwei Stück Ackerland im neuen Käsbüsch, St. Arnualer
Bannes, enthaltend zusammen circa anderthalb Morgen,
neben Dr. Röchling. 1849 ein Ackerstück am Glockenwald
 Saarbrücker Bannes R 24 N 8, circa einen Morger
enthaltend. 1849 ein Ackerstück St. Arnualer Bannes,.
im neuen Käsbüsch R 10 Nr. 1, circa drei Vierte]
Morgen enthaltend. 1850 ein Ackerstück R 18. N 7&
an der Trumpelwiese, St. Arnualer Bannes circa 1 1!/,
Morgen enthaltend. 1852 ein Ackerstück am Glockenwald,
 Saarbrücker Bannes, R. 24 Nr. 4. circa einen
Morgen enthaltend. 1853 ein Ackerstück Saarbrücker
Bannes, circa einen Morgen enthaltend, R 27 No. 9 be
der Habster Kirche neben Hartung. 1853 ein Ackerstück
 Saarbrücker Bannes auf dem Galgenberg R 18
Nr. 8, circa einen Morgen enthaltend, neben Alex Duftesne.
 1853 ein‘ Ackerstück Saarbrücker Bannes, auf
der Habster Kirche R 27 Nr. 4i, circa einen Morgen
groß neben Chr. Schellenberger und Dr. Röchling. 1853
ein Ackerstück Saarbrücker Bannes, bei der Habsteı
Kirche R 26 Nr. 56, circa einen Morgen enthaltend
neben Jacob Schulz
            
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