und es wurde ermöglicht, bei einer jährlichen Ausbildung
von 200 Schülern jeden Lehrgang auf sechs
Monate zu erweitern.
Es betrugen
die Kosten der Wert der ge- Zuschuß
Werksschule leisteten Arbeiten der Hütte
1903/4 17 544,44 «6 S 490,48 10 9.053,96.17
1904/35 20 529,71 7 LI 371,72 »» 9 157.99 >
1905/6 28715,71 ,, 17 808,62 ,, 10.907,09 ,,
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Bei Konfirmation ind Erstkommunion zahlt die
Firma für jeden Jungen ı0 Mk., für jedes Mädchen
5 Mk. an die Eltern oder Vermünder.
3. Abendzeichenunterricht.
Für die aus der Werksschule entlassenen
jungen, sowie für alle auf der Hütte beschäftigten
Lehrlinge und sonstige hierfür Interesse zeigendien
Handarbeiter wurde 1904 viermal wöchentlich
von 51,2—7 Uhr Zeichenunterricht im Speisesaal
des Stahlwerkes eingerichtet. Die Schüler wurden
in zwei Lehrgänge eingeteilt; der erste Lehrgang
dauerte zwei Jahre. Hier zeichneten die Jungen
n der Hauptsache kleine Maschinenbestandteile
nach vorhandenen Modellen. Für jeden der beiden
Lehrgänge wurden zwei Stunden festgesetzt. Der
‚weite Lehrgang für ältere Leute befaßte‘ sich mit
kleineren Zahnräder- und einfachen Maschinenkonstruktionen.
Die Aufgaben richteten sich nach der
Begabung der Lehrlinge und nach ihrer Beschäftizung
auf dem Werke. Es wurde hiermit vor allen
Dingen bezweckt, daß die Handarbeiter die ihm
ın der Werkstatt übergebenen Zeichnungen richtig
verstehen und nach ihnen zu arbeiten wissen. Die
Oberleitung der Schule erhielten die beiden
Maschinenbetriebsleiter der Hütte; der Zeichenanterricht
wurde von Anfang an von zwei Ingenieuren
geleitet. Die durchschnittliche Schülerzahl
n jedem Lehrgang betrug 35—40 Lehrlinge. Um
den Fleiß und den Ehrgeiz der Schüler zu fördern,
wurde in jedem Frühjahr eine kleine Ausstellung
der angefertigten Zeichnungen veranstaltet, womit
3ine Preisverteilung verbunden wurde, bei der als
Preise: Reißzeuge, Bücher und kleine mechanische
Werkzeuge dienten
4. Handarbeiterbibliothek.
[Im September 1906 wurde für sämtliche Werksıngestellte,
Meister und Handarbeiter eine Biblioihek
mit vaterländischen Volks- und Jugendschriften
sowie volkstümlichen wissenschaftlichen Büchern
angelegt. Die Entnahme der Bücher wurde allen
Werksangehörigen kostenlos gestattet; die Ausgabe
arfolgte zunächst einmal in der Woche und zwar
Samstags. Die Einrichtung fand bei der Handarbeiterschaft
großen Anklang. In dem Lesezimmer
der Bibliothek liegt eine größere Anzahl Zeiungen
und Zeitschriften auf. Die von dem
‚Verein zur Verbreitung guter volkstümlicher
Schriften‘ herausgegebene Zeitschrift „Feierstunde‘‘
wird im großen für die Lohnarbeiterschaft bezogen,
um so derselben die Möglichkeit zu geben,
zum denkbar billigsten Preise gute, bildende Lek-:üre
zu genießen. Dem gleichen Zwecke dient die
im „Richardstift‘‘ befindliche Bücherei. Zur wirtschaftlichen
Bildung der Handarbeiter wurden
’erner Vorträge abgehalten, so über die Folgen des
Mißbrauches geistiger Getränke und über Gesundheitspflege