kosten, Feuerversicherung und Steuern betragen
atwa 1%, sodaß mit einem Aufwand von 7%
Acs Kapitals nicht blos die Miete bestritten
wird, sondern auch der Erwerb des Hauses in
27 Jahren bewirkt ist. Bei einer monatlichen Miete
Von 35--40 Mk. stehen zwei Wohnungen von je drei
Zimmern zur Verfügung. Da es aber außerordentlich
leicht ist, eine Wohnung von drei Zimmern
für monatlich 17,50 Mk. zu vermieten, so erwirbt tat-‚ächlich
der Baugenosse für monatlich 17,50--20. -
Mark bei den Zimmern, Stall und Garten das Haus
in 27 Jahren, eine Erwirtschaftung eines Vermögens,
wie sie billiger nicht gedacht werden kann. Daher
entstand auch von Aniang an ein lebhafter Andrang
nach den Häusern. Des weiteren ließ die
Firma 7 Häuser durch die Baugenossenschaft erbauen
und gab sie an Familien von 7 bis 8 Köpfen,
wobei die Firma die Tilgung für die ersten fünf
Jahre auf sich selbst übernahm. — Das Geld zur
Erbauung der Häuser wurde in der Hauptsache
von der Landesversicherungsanstalt für die Rheinprovinz
gegen die Bürgschaft der Gemeinde, z. T.
auch von der Spar- und Darlehenskasse der Gemeinde
Völklingen gegeben. Von 1904 bis 1908
baute die Arbeiterbaugenossenschaft 108 Häuser für
200 Familien in drei Siedlungen, am Rotenberg am
Abhang des Schillerparkes in Völklingen, am Rosselbach
in der Gemeinde Wehrden und am Lindenhofe
in Völklingen und zwar meist als Zweifamilienhäuser
mit sechs Räumen, einem Stall für Schweine
»der Ziegen und einem Garten von 100 bis 230
“)uadratmetern.
Des weiteren wurde in Völklingen unter Mitwirkung
der Firma ein Gemeinnütziger Bauzerein
gegründet, der es sich zur Aufgabe stellte,
zute und preiswerte Wohnungen für Angestellte
herzustellen. Die zur Erbauung solcher Häuser benötigten
Beträge werden von der Pensions-, Witwen-
und Waisenkasse für die Angestellten der
Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke zur Ver-"ügung
gestellt. 1906 wurden sechs solcher Häuser
Jezugsfertig und zwei weitere Häuser in Angriff
genommen. Die Kosten für dieselben einschließlich
Grund und Boden bewegten sich zwischen
ı50co Mk. und 22 500 Mk. Die Geschäfte dieses
Gemeinnützigen Bauvereins wurden ebenso wie diejenigen
der Arbeiterbaugenossenschaft von Angestellten
der Firma unentgeltlich geführt, und auch
diesem Bauvercin ließ die Firma iedwede Hilfe
zuteil werden
N. Nahrungsmittelbezug.
— Ohwohl die Hütte lange Jahre grundsätzlich
auf dem Standpunkte gestanden hatte, einerseits
lie Versorgung der Hüttenarbeiter mit den Notwendigkeiten
des Lebens dem örtlichen Kleinhandel
zu überlassen und anderseits die hauswirtschaftichen
Fähigkeiten der Hüttenleute dadurch anzuregen,
daß man sie die geeignetste Versorgung
mit dem, was sie brauchten, selbst besorgen ließ,
50 vers4gte einerseits in manchen Fällen der Örtliche
Hande! und so zeigte sich anderseits bei
zanzen Gruppen von Lohnarbeiterfamilien eine
solche hauswirtschaftliche Hilflosigkeit, daß man
die Dinge ohne Schaden für das Wohl der Hüttenleute
kaum mehr sich selbst überlassen konnte.
So griff die Hütte namentlich bei solchen Lebensmitteln
ein, bei denen allzu hohe Unterschiede
zwischen Großhandelspreisen und Kleinhandelspreisen
bestanden und für die ein Massenabsatz vorhanden
war. So ging sie bereits 1887 dazu über,
hre Handkrätte zu Großbezugspreisen mit Winerkartoffeln
zu versorgen. Diesen folgte die Ver-