von 16 bis 18 Jahren 50 Mk., von 19—21 Jahren
So Mk., von 22-—24 Jahren 70 Mk. und von 25
und mehr Jahren 100 Mk. Die Beiträge wurden
mit 5 Vomhundert verzinst, und es war an sie
die Bedingung geknüpft, daß sie mindestens ein
Jahr stehen bleiben mußten. Dies sollte den Angestellten
und Hüttenarbeitern das Sparen durch
möglichst bequeme Spareinrichtungen erleichtern
und dabei eine sichere Anlage gewährleisten und
ermöglichte ein planmäßiges Sparen, wobei auf
Wunsch des Sparenden Beträge von einer Mark
und darüber bei jeder Lohnzahlung für die Sparkasse
einbehalten wurden.
M. Wohnungswesen.
Außer dem Barsparen wurden ferner große
Anstrengungen gemacht, die Förderung des Spar-3inns
mit dem Wunsche der Handkräfte nach dem
Besitze einer eigenen Wohnung zu verbinden und
dadurch zur Seßhaftigkeit der Lohnarbeiterbevölkerung
beizutragen. Die Hütte besaß von den Zeiten
ihrer Uebernahme durch das Haus Röchling her,
wo Völklingen einen drückenden Mangel an geeigıeten
kleineren Mietswohnungen aufwies und sich
auch nicht genügend Grund- und Hausunternehmer
fanden, welche solche zu ertragswirtschaftlichen
Zwecken schufen, vier eigene Lohnarbeitersiedeungen
mit Vier-, Drei- und Zweifamilienhäusern,
die in den Jahren 1884, 1886 und 1889 mit einem
Gesamtaufwande von 363000 Mk. erbaut worden
waren, sowie eine Anzahl Einzelhäuser, mit inszesamt
121 Familienwohnungen. Jede Siedlung
hatte ihr Backhaus und jede Wohnung Keller, Stall
und Gartenland. Die Wohnungen waren mit Wasserleitungen
versehen; teilweise wurden sie kostenlos
hingegeben, teilweise wurden sehr mäßige Mieten
für sie bezahlt, nämlich ız2 Mk. den Monat für
ine Küche und zwei Zimmer und eine Dachstube.
1907 wurden in dem benachbarten Wehrden 1ı7
Zweifamilienhäuser ‚errichtet und zunächst acht
fertiggestellt. Die Unterhaltungskosten der Lohnarbeitersiedlungen
der Hütte beliefen sich im Jahre
1906 auf 44 239,98 Mk. Für ihre Angestellten baute
die Firma seit 1902 dreizehn neue Wohngebäude.
Seit 1890 wurde von der Erbauung weiterer Lohnarbeiterwohnungen
Abstand genommen, da sich einmal
in Völklingen von da an private Hausunternehmer
fanden, welche Wohnungen zum Vermieten
baute und da sich bei den wirtschaftsfähigen
Handarbeitern selbst die Baulust wecken licß, wenn
dieselbe durch Baudarlehen aus der Lohnarbeiterpensionskasse
oder aus den verschiedenen in Völklingen
und in der Umgegend bestehenden Sparund
Darlehnskassen nur genügend unterstützt wurlen.
Eine im April 1902 vorgenommene statistische
Aufnahme der Lohnarbeiter des Werkes ergab, daß
von 3004 Arbeitern 345 eigene Häuser besaßen.
Als diesem Hausbesitze eine planmäßige Förderung
zuteil wurde, hob er sich verhältnismäßig schnell.
Im Jahre 1903 besaßen von den Lohnarbeitern
der Hütte eigene Häuser 381, 1905 525, 1907 667,
Land und Wiesen 1903 113, 1905 223, 1907 390.
1903 besaßen die Hüttenarbeiter 113 Stück Rindvieh,
1905 158 Stück, 1907 196 Stück; 1903 333
Ziegen, 1905 454 Ziegen, 1907 453 Ziegen; 1903
368 Schweine, 1905 409 Schweine, 1907 90
Schweine. 1907 waren 119 Hüttenarbeiter Rindviehbesitzer,
306 Ziegenbesitzer und 402 Schweinebesitzer.
Zur Vermehrung gesunder Wohnungen und,
um den Lohnarbeitern das Erbauen und die Erwerbung
eigener Wohnstätten zu erleichtern, wurde