gebaut. Bevor der Badende in den gemeinsamen
Schwimmbehälter hineingeht, muß er zuerst cine
Waschung des ganzen Körpers vornehmen. Es sind
hierfür Fuißwaschbecken in Mettlacher Steingut und
Brausen für warmes und kaltes Wasser in genügender
Anzahl vorhanden. Zum Abbrausen nach dem
Bade sind außerdem zwei Stück Brausen für ganz
kaltes Wasser neben den Treppen des Schwimmbeckens
aufgestellt. Die Halle ist durch eine Zeniralheizungsanlage
heizbar; für sachgemäße Lüftung
ist Sorge getragen. Ueber den eigentlichen
Schwimmbehälter ist ein OÖberlicht von 240 qm
Fläche angebracht; bei Dunkelheit wird die Halle
durch 4 Bogenlampen und durch eine größere Anzahl
Glühlampen ausgiebig erleuchtet. An beiden
Seiten der Auskleidezellen sind je zwei Klosetts
mit Wasserspülung und je vier Urinierbecken mit
Spülung aufgestellt. Sämtliche Brausen, Abzapfhähne,
Geländer, Stangen usw. wurden in Messing
ausgeführt. Die Auskleidezellen sind verschließbar.
Die ganze Anlage ist der Neuzeit entsprechend
mit allen für solche Hallen üblichen Einrichtungen
ausgestattet. Im Sommer wird regelmäßig auf der
an der Hütte vorbeifließenden Saar eine Flußbadeanstalt
zur kostenlosen Benutzung für Angestellte
und Lohnarbeiter und deren Angehörige errichtet.
Die Aufsicht führt ein Bademeister, der auch
Schwimmunterricht erteilt. Neben diesen allgemeinen
Badeeinrichtungen bestehen nun noch besondere
Bade- und Wascheinrichtungen für besondere
Betriebsabteilungen, in deren Bereich der
Körper besonders schmutzig und heiß wird. So eine
Wasch- und Badeeinrichtung für die Maschinenabteilung
im Stahlwerk. Sie besteht aus einem
Waschraume mit ıo0 kippbaren Waschbecken und
einem Baderaume mit 5 Brausen und Fußbecken
für warmes und kaltes Wasser. Das Wasser wird
'n einem Warmwasserapparat auf 30° Celsius erwärmt,
an der Brause ist ein Mischhahn für warmes
und kaltes Wasser. Der Fußboden ist mit roten
Mettlacher Platten belegt, die vier Wände und die
Fußwaschbecken sind mit glasierten Mettlacher
Platten bekleidet. Die Zwischenwände der Brausen
sind aus Rohglas hergestellt. In dem Baderaum sind
sowohl zum Ausziehen, wie zum Reinigen der Füße
Sitzbänke angebracht. Die beiden Räume werden
mit reduziertem Dampfe geheizt. Die Anlage bekommt
durch ein Oberlicht aus Drahtglas von 18 qm
Fläche genügend Licht. Abends findet die Be-‘‚euchtung
durch Glühlampen statt. Für genügende
Lüftung ist gesorgt. Ferner ist ein Wasch- und
Badehaus für Stahlwerksarbeiter vorhanden. Dasselbe
ist eingeteilt in einen Waschraum mit vier
großen, durch verschiebbare Scheidewände abgegrenzten
Waschtröge, und in den Baderaum mit
11 Zellen, nebst Fußbecken und Brausen für kaltes
und warmes Wasser. Fußboden und Wände bis
Rerchhöhe sind mit Mettlacher Plättchen belegt.
Bei Tage belichten ı3 große Fenster den Raum,
des Nachts erfolgt die Beleuchtung durch elek-‘rische
Glühlampen. Erwärmt wird der Raum durch
aufgestellte Heizkörper: Die Wünsche der Hüttenarbeiter
hinsichtlich der Wascheinrichtungen sind
sehr verschieden. Die Walzer und Stahlwerksarbeiter
ziehen große Waschtröge vor. Sie verlangen
möglichst große Waschbecken, in welchen
sie ordentlich mit dem Wasser pantschen können.
Die Schlosser und Moaschinisten dagegen wollen
sich in solchen Waschtrögen nicht waschen. Hier
verlangt jeder sein Waschbecken für sich, das er
auch vorher selbst mit frischem Wasser angefüllt
1at.