hämmer. Die monatliche Erzeugung betrug 1907 750 t,
dıe Anzahl der Handkräfte 135. In ihr wurden alle
Coquillen für das Stahlwerk und der größte Teil der
Walzen des eigenen Bedarfs gegossen.
Die Entwicklung der Hütte machte es nötig, immer
neue Betriebsabteilungen zu gründen. Dies geschah
planmäßig und begann stets mit der Ausbildung eines
besonderen Stammes von Handkräften für sie. Durch
die unausgesetzten Neu- und Umbauten wurde es nötig,
äine eigene Bauhandwerkerabteilung für das
Werk herauszubilden, die sich in demselben Maße entwickelte,
wie das Werk emporstieg. War es auch
ihre nächste Aufgabe, die nötigen Ausbesserungen an
Oefen usw. möglichst schnell und sorgfältig auszu-“ühren,
so fiel ihr doch bald auch eine erhebliche Rolle
beim weiteren Ausbau des Werkes selbst zu. Im März
1902 wurde sogar neben ihr eine besondere Schachtkolonne
gegründet, mit dem Doppelzweck, einerseits
Erdarbeiten auszuführen und anderseits stets Hilfsleute
für diejenigen Betriebe bereit zu haben, welche
mit Betriebsaufgaben überhäuft waren. Im August 1903
gliederte man eine Maurerabteilung an. Damit bekam
die ganze Einrichtung den Namen „Bauabteilung Stahlwerk“.
Der höchste Stand, den sie erreichte, — im
Mai 1906 — war 275 Mann, die Höchstzahl der Leute.
welche sie verlieh, war 70.
Die Zimmerabteilung wurde im Juli 1883
mit sechs Zimmerleuten, und zwar unter Leitung der
Mechanischen Werkstätte gegründet. 1888 wurde sie
der Bauabteilung angegliedert. Schon von jeher waren
in ihr einige Schreiner tätig, deren Handleistung jedoch
der stetigen Vermehrung der Arbeit, vollends nach
Neuanlage des Stahlwerkes, nicht mehr gewachsen war.
1898 wurden daher elektrisch angetriebene Holzbearbeitungsmaschinen
aufgestellt, denen 1905 eine Fräsmaschine
zur schnelleren und gediegeneren Arbeit zugefügt
wurde. Am 15. November 1903 wurde die
Zimmerabteilung zur selbständigen Betriebsabteilung erhoben
und erreichte eine ständige Zahl von 40 heschäftigten
Handkräften.
Die Eisenkonstruktionswerkstätte entwickelte
sich aus kleinen Anfängen heraus im Laufe
der Zeit zu einer besonderen Betriebsabteilung. Ursprünglich
als Bohr-, Fräs- und Bearbeitungswerkstätte
für Bauträger und zur Fertigstellung von Grubenschienen
und Streckengestellen eingerichtet, war diese
Werkstätte dem Adjustagebetrieb angegliedert und beand
sich bis zum Jahre 1888 in einem kleinen niedrigen
Anbau neben der mechanischen Reparaturwerkstätte,
der späteren Kesselschmiede, dem heutigen Lokomotivschuppen.
Die Nachfrage nach fertig zugerichteten
Bauträgern steigerte sich aber fortwährend, so daß zur
“ichtigen Durchführung dieser Arbeiten im Jahre 1888
eine neue gedeckte Halle von 66X17 m Grundfläche
errichtet werden mußte und später infolge höherer An-‘orderungen
auch eine Gliederung in der Leitung des
Betriebes nötig wurde. Durch die Anordnung der Zu-‚ager
war damit nebenbei der günstigste Platz zur Anfertigung
einfacher Eisenkonstruktionen gegeben, und
häufig genug wurde die Werkstätte, sei es wegen
dringenden Bedarfs für die Hütte selbst, sei es wegen
geringer Beanspruchung der Werkstätte durch Aufträge
von außen, zur Ausführung einfacher Eisenkonstruktionen
und Montagearbeiten herangezogen.
Nach langjähriger Heranbildung der Mannschaften
wurde es auf diese Weise möglich, selbst größere
Eisenkonstruktionen für den Bedarf der Hütte wie auch
für auswärts auszuführen. So die Neubauten der Hochöfen
V, IV im Jahre 1904/05, deren Eisengerüste von
der Konstruktionswerkstätte angefertigt und errichtet
wurden. Als dann im Tahre 1903 die Anlaye neuer