forderlichen Apparate und Gebäude aufzuführen.
Gleichzeitig wurde eine Ammoniakfabrik errichtet,
welche schwefelsauren Ammoniak herstellte. Die Eräichtung
eines 2000 t fassenden Kohlenbehälters in
£isenbeton, die erforderlichen Kohlenverschaffungsvorrichtungen
und acht weitere mit Abhitze zu be-;reibende
Dampfkessel vervollständigten diese Neuanıage.
Mit dem Anheizen der ersten 40 Oefen begann
man am 25. Oktober 1906. Die Kohlenversorgung geschah
durch die Völklinger Wäsche, deren Leistungsfähigkeit
von 60 t auf die Stunde für die Gesamtmenge
ausreichte. Zur Beschickung der Oefen diente seit 1906
eine neue kombinierte Stampf- und Ausdrückmaschine
von Meguin.
Kokserzeugung Völklingen:
1898 14669 t
1899 23 957t
1900 27881 t
L901 39 620 t
1902 62 364 t
1903 88814 t
1904 96314 t
1905 84315 t
1906 85 341 t
Als 1897 die Errichtung einer Koksanlage auf dem
Eisenwerke mit elektrisch angetriebenen Ausdrück-,
Stampf- und Becherwerksmaschinen beschlossen wurde,
geschah der Anfang zu der späteren elektrischen Zen-:rale
durch Aufstellung eines dreihundertpferdigen Drehstromgenerators
von 400 Volt Spannung. Bei Bestellung
dieses Generators wurde die Erregermaschine gleich um
soviel größer bestellt, daß sie noch sechzig Glühlampen
davon hätten speisen können. Jener Kraftüberschuß
der Erregermaschine blieb aber in Wirklichkeit unausgenützt,
denn mit der Fertigstellung der Maschine war
auch der erste Glühlichttransformator da. Zehn Jahre
;päter gab es auf dem Werke 2000 Glühlampen.
Kaum war jedoch die neue Drehstromzentrale 1897
fertiggestellt, da war sie auch beinahe schon zu klein
geworden. Zu den wenigen Motoren der Koksanlage
gesellten sich bald ein fünfzigpferdiger Motor der
Kohlenmühle auf dem Kohlenturm, ein neunzigpferdiger
Motor für den Antrieb der Stahlwerkswerkstätte, ein
sechzigpferdiger Motor für Richtpresse V im Stahlwerk,
ein achtzigpferdiger Motor für den Antrieb der Adjustage
usw. und dazu ein Lampenstromkreis nach dem anderen.
Damit stiegen die Anforderungen an die Betriebsabteilungen
unausgesetzt und die Zahl der von ihr beschäftigten
Leute wuchs im Laufe des Jahres 1897—98
von 15 auf 40 an. Auch in den Lohnverhältnissen der
Elektriker, namentlich der gediegeneren, traten infolge
der gesteigerten Anforderungen bedeutende Steigerungen
ein. Die Nachfrage nach geübten Handkräften
war allgemein und aus der elektrischen Industrie waren
aur wenige und nur für.hohen Lohn zu bekommen.
‘Im Jahre 1900, als mit der Beschaffung mehrerer
Hüttenkräne, dem Trägerverladekran, 30 und 5-t-Walzenwechselkran,
4-t-Blocktransportkran, 40-t-Walzenwechselkran,
3-t-Drehkran, 5-t-Blockkrane sowie
einer zweihundertpferdigen Akkumulatorenpumpe
für den Stahlwerksbetrieb, gleichzeitig auch dem
herrschenden Strom- und Spannungensmangel ein Ende
gesetzt werden sollte, wurde ein sechshundertpferdiger
Gichtgasmotor der Maschinenbauaktiengesellschaft
Nürnberg mit dem direkt gekuppelten 440-Volt-Generator
von Brown-Boveri aufgestellt. Die
Kinderkrankheiten dieser ersten Casmaschine währten
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