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8. Die Koksofenanlage Völklingen und die
elektrische Zentrale
Als der Koksbedarf dauernd stieg und die Koksofenanlage
Altenwald nicht mehr ausreichte, wurde in
Völklingen selbst zum Bau einer Koksofenanlage geschritten,
welche die volle Ausnutzung der Abgase für
lie Kraftzwecke der Hütte gestattete und zugleich den
Bahnversand des zerbrechlichen Saarkoks vermied. Der
Bau wurde im Frühjahr 1897 angefangen und die Anlage
im Januar 1898 in Betrieb gesetzt. Und zwar
waren es zunächst 104 Oefen, die sich ın ihrer Bauart
an das System Coppee anlehnten. Sie sollten zunächst
als Flammüfen betrieben werden, waren jedoch
mit Einrichtungen versehen, die einen leichten Umbau
in Oefen mit Gewinnung von Nebenerzeugnissen gestatteten.
Von dieser Einrichtung konnte allerdings
nie Gebrauch gemacht werden, da der stete Kohlenmangel
eine derartige Arbeitsweise verhinderte. Die
Oefen wurden in einer Flucht senkrecht zu den Hochöfen
errichtet. Sie waren eingeteilt in vier Gruppen
‘/1—IV, von den Hochöfen beginnend), von denen die
‚jeiden mittleren 38. die beiden äußeren je 14 Oefen