densation arbeitete. Die Gesamtanordnung des Antricbes,
die Ausführung der Rahmen, die Lagerung
und die ganze übrige Konstruktion wurde äußerst
zweckentsprechend durchgeführt. Da die Maschine
eine Leistung von 5000 Pferdestärken hatte, so wurde
die Straße sehr leistungsfähig, und es konnten je
nach der Kalibrierung 80ot in den zwölfstündigen
Schichten geblockt werden. Zum leichteren Einınd
Ausbauen der Blockwalzen wurde über den
Straßen ein elektrischer Kran von 40 Tonnen Tragkraft
aufgestellt, welcher ı901 in Betrieb kam.
Durch ihn wurde es ermöglicht, Reparaturen, die
sonst acht Tage in Anspruch genommen hätten,
in 24 Stunden auszuführen. Ebenso geschah nunmehr
das Wechseln der Blockwalzen in sechs bis
sieben Stunden, während früher zwei Tage dafür
erforderlich gewesen waren. Da zum größten Teil
nit zwei Straßen gewalzt wurde und in der zwölfstündigen
Schicht 40 bis 50 Chargen geblasen wurlen,
erwiesen sich wieder die zugehörigen Anlagen
wie Druckanlage und Kesselanlage als zu klein
und mußten entsprechend erweitert werden. Für
das gesamte Stahlwerk mit Blockstraße waren 1907
dreißig Kessel mit 2850 qm Heizfläche in Betrieb.
Die Gesamtleistung seiner Dampfmaschinen betrug
12000 Pferdekräfte, die Gesamtleistung der Mo-;oren,
Pumpen usw. 700 Pferdekräfte.
Mit dem Stahlwerke fand auch die elektrische
Kraft in größerem Maße Verwendung. Die
erste Anwendung elektrischer Maschinen auf dem
Werke zu Lichtzwecken hatte im Jahr 1888 stattgefunden,
als die elektrische Beleuchtung des bestehenden
alten Werkes zwischen Saar und Staatsbahn
eingerichtet worden war. Damals war in einem
Anbau neben dem Hochofengebläsehause eine
achtzigpferdige Gleichstromdynamo von 65 Volt
Spannung, direkt gekuppelt mit einer Zwillings-Jlampfmaschine
von 120 Umdrehungen, untergebracht
worden. Diese Dynamomaschine war noch
mit einem Ringanker von ı,2 m und mit ringförmigem
Polkranz versehen gewesen. Sie hatte
aber manche Nacht, wo es ihre Pflicht gewesen
wäre, Licht zu spenden, unter Reparatur gestanden
und wurde nach 1897 zu Schrott zerschlagen. Mit
ihr waren 70 Bogenlampen und einige Glühlampen
gespeist worden. Das Netz hatte aus einer einzigen
großen Ringleitung auf Holzstützen bestanden. Im
Jahre 1890 wurde dann mit der Erbauung des
Thomasstahlwerkes auf der anderen Seite der
Staatsbahn eine zweite Beleuchtungsanlage aufgestellt.
Sie bestand aus zwei gleich großen zwanzigpferdigen
Gileichstromdynamos von ı10 Volt Spannung,
jede direkt gekuppelt mit einer stehenden
Drillingsschnelläuferdampfmaschine von sechshundert
Touren. Beide waren englischen Fabrikats
und bereits gebraucht gewesen. Die beiden Maschinen
mußten jedoch nach dreivierteljährigem vergeblichem
Bemühen, sie in Ordnung zu halten,
ebenfalls zu Schrott verarbeitet werden. Sie wurden
durch eine stehende Rollgasmaschine der stillgelegten
Straße V unter Anwendung von Riemenübersetzung
ersetzt. Mit dieser Anlage wurden vierzig
Bogenlampen gespeist; Elektromotoren waren noch
keine vorhanden. Die Anzahl der im elektrischen
Betrieb beschäftigten Leute war damals ız2 Mann.
Die beiden Brauschmaschinen des Stahlwerkes wanderten
später nach der Carlshütte nach Dieden-‘ofen.