Full text : Das Haus Röchling und seine Unternehmungen

1554) 0.4 045 7 064
‚800 Yı 120 6370
1501 50555 3.030
Nach Räumung des neuen Anlageplatzes wurde
Dfen IV gebaut, der tünf Formen hatte und am
27. Februar 1591 m Betrieb kam, Mit ihm kam die
Iritte Gebläsemaschine in Dienst. Ofen I wurde
m) Oktober 1890 umpgetauft im Ofen No. IL,
wspgeblasen Knde Oktober 1891, war in Betrieb
8 Jahre und 2 Monate und erzeugte bis dahin
217 113 Tonnen Roheisen. Umpebaul, zum zweiten
Mal angesteckt am 19. Februar 1892 und zum
zweiten Mal ausgeblasen am 23. Dezeinber 1893,
war er in Betrieb ı Jahr und 10 Monate mit einer
Erzeugung von 41 056 Tonnen. Zum dritten Male
angesteckt am 7. November 1894 und zum dritten
 Male ausgeblasen am 19. Juni 1904, war in
Betrieb 9 Jahre und 8 Monate mit einer Erzeugung
 von 458793 Tonnen Roheisen. Zum vierten
Male wurde er angesteckt am 8. Dezember 1904.
Hochofen No. II, angesteckt Anfang Oktober 1885,
wurde ausgeblasen am 7. Februar 1895 und war
in Betrieb 9 Jahre und 4 Monate. Seine Erzeugung
bis dahin war 320396 Tonnen Roheisen. Zum
zweiten Male wurde er angesteckt am 28. März 1897.
Hochofen No. III wurde angesteckt am 22. Febr.
:888 und hieß Ofen No. IIE bis ı. Oktober 1890,
dann wurde er Ofen I genannt. Ausgeblasen am
[5. August 1901, war er in Betrieb 13 Jahre und
5 Monate und erzeugte in dieser Zeit 459956 Tonnen
 Roheisen. Hochofen No. IV wurde angesteckt
am 25. Febr. 1891 und ausgeblasen am 19. Juli 1905.
Bis dahin produzierte er 511 388 t Roheisen. Hochofen
 No. V wurde angesteckt am 1ı9. Dezember
(893. Ausgeblasen am 20. November 1904, war
ar zum ersten Male in Betrieb ıo Jahre und ıı
Monate und hatte in dieser Zeit eine Roheisenerzeugung
 von 411310 Tonnen. Wieder in Betrieb
gesetzt, wurde er am 2. Juni 1905. Hochofen No.
VI wurde angesteckt am 3. Februar 1903. In den
achtziger und neunziger Jahren waren an jedem
Ofen drei Schmelzer, zwei bis drei Füller, vier
Koksfahrer, sechs Erzfahrer und ein Förderer für
den ganzen Betrieb zwei bis drei Schlackenfahrer,
ain Apparateführer, zwölf Gußfahrer, sechzehn
Materialienauslader und einige Platzarbeiter beschäftigt.
 Der Lohn der Leute war in den neunziger
 Jahren folgender: Erster Schmelzer 4,00 bis
4,20 Mk., zweiter Schmelzer 3,30 bis 3,50 Mk,.,
Iritter Schmelzer 2,80 bis 3,00 Mk., Schlackenfahrer
 2,80 Mk., Apparateführer 3,00 Mk. Die
übrigen Handkräfte standen im Akkordlohn zum
Höchstbetrage von 3,50 Mk.
Seit Inbetriebnahme des Stahlwerkes wurde fast
ausschließlich Thomasroheisen erblasen. Zum
Zwecke der Selbstbeschaffung des nötigen Manyanerzes
 wurden im Odenwald 1890 Manganerzyruben
 angekauft. Für einige Zeit arbeitete ein
Ofen noch auf Puddelroheisen. Im Jahre 1895 besaß
 das Völklinger Eisenwerk fünf Hochöfen
neuester Bauart von 250 bis 600 cbm Inhalt mit
einer Erzeugungsfähigkeit von 20000ot Roheisen
im Jahre. Die Zuführung der Erze aus Algringen
ınd die Zuführung des in der Koksofenanlage
Altenwald hergestellten Koks erfolgte durch vier
unmittelbar hinter den Hochöfen liegende Pfeilerbahnen.
 Die Erzgrubenfelder in Lothringen mit
einer Größe von über 3000 ha bildeten eine volle
Erzgrundlage für den Hochofenbetrieb, und die
Koksofenanlage Altenwald mit 213 neuzeitlichen
Jefen und 200 Handkräften und mit den König-
            
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