hörte, zu erwerben. Für die andere Hälfte aber,
welche ungeteilt dem Eschweiler Bergwerksverein
gehörte, wurde ein so erheblich höherer Preis verlangt,
daß das Eisenwerk Völklingen zunächst auf
den Kauf verzichtete. Dafür kaufte es unter Mitwirkung
des Betriebsleiters Kramm das daneben
liegende der Gewerkschaft Quint gehörende Feld
Arsweiler zu einem viel mäßigeren Preis. Als der
Eschweiler Bergwerksverein infolgedessen fürchten
nußte, den Kunden für sein Feld zu verlieren,
ging er mit seinem Preis herunter. Dadurch wurde
ss nach langen Verhandlungen möglich, auch die
andere Hälfte Wilhelm zu erwerben. Nach diesen
Erwerbungen meldeten sich die Rheinischen Stahlwerke
ın Ruhrort, deren Aufsichtsrat Karl Röchung
seit längerer Zeit angehörte, um ebenfalls teil
an dem lothringischen Erwerb von Eisensteinfeldern
zu nehmen und erwarben die an Wilhelm und Arsweiler
nach Westen anstoßenden Felder „Friedrich“
und „Friedrich Anschluß‘‘ zu gemeinsamem Besitz.
Dann trat auch noch das Feld Pensbrunnen
hinzu. Zunächst wurde mit der gemeinsamen Ausbeutung
begonnen. Als diese jedoch infolge der
Verschiedenheit der beiderseitigen Bedürfnisse zu
Unzuträglichkeiten geführt hatte, fand eine Teilung
mit den Rheinischen Stahlwerken in der Weise
statt, daß den letzteren die Hälfte von Pensbrun-1en
und die von Gebrüder Röchling bereits früher
erworbenen Felder Escheringen Zeche Werder und
Rutzweiler zufielen, während der Firma Gebr. Röching
die Felder Wilhelm, Arsweiler, Friedrich, Friedrich
Anschluß und die andere Hälfte von Pensbrunnen
als Eigentum verblieben. Nach dieser Ausainandersetzung
wurden später noch die bei Tressingen
gelegenen und nachmals zu „Röchling I“
vereinigten Felder hinzugekauft. Der auf dem Felde
Röchling verfügbare Erzvorrat wird auf ı20 Millionen
Tonnen, derjenige des Feldes Röchling I
auf 86 Millionen Tonnen, geschätzt, sodaß auf
beiden Feldern 206 Millionen Tonnen nach den
zegenwärtigen Verhältnissen abbauwürdige Erze anstehen.
Durch Zahlung einer entsprechenden Teilsumme
wurde das Anschlußrecht an die Burbach-Neunkircher
Eisenbahn erworben, die nunmehr bis
zu dem inzwischen eingerichteten Förderpunkt von
Röchling verlängert wurde.
Die Gewerkschaft Röchling in Algringen umfaßt
das Grubenfeld Röchling mit einem Flächeninhalt
von 8883 542 qm und das nordwestlich davon
zelegene und nur durch einen Streifen von 2 km
iremdes Erzfeld von ihm getrennte Grubenfeld
Röchling I mit 4597 632 qm, zusammen 13491 174
Duadratmeter oder 1349 ha ı1 ar 74 qm.
Es wurde zunächst nur im Grubenfeld Röchling
gebaut. Nach verschiedenen Versuchen mit
kleinen Stollen, die alle von dem seitlich der beiden
Felder gelegenen Algringer Tale aus in das Grujenfeld
getrieben wurden, wurde im Jahr 1883 durch
den im Lager getriebenen alten Stollen I das Grubenfeld
aufgeschlossen, und von hier aus begann
auch die erste Förderung. Noch in demselben
Jahre wurde mit dem Hauptförderstollen im liegenden
Mergel von der Höhe des Algringer Tales
aus der Anfang gemacht. Die Richtung des in unmittelbarer
Nähe der Markscheide gegen die Konzession
Stumm getriebenen Stollens lief zunächst
parallel der südöstlichen Markscheide und zielte
auf das Herz des Grubenfeldes, das über Tage
durch das Dorf Arsweiler gekennzeichnet wird.
Nachdem der Stollen eine Länge von 500 m er-'eicht
hatte. wurde die Förderung aus ihm auf-