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cher bis zum 31. Dez. ı912 abgeschlossen ist,
15000t Fertiggewicht. 1910 förderten die Röchlingschen
Eisen- und Stahlwerke ı 200 0oot Eisenerz,
erzeugten 350000t Koks, erbliesen 550 00oot
Roheisen, stellten 420 00ot Stahl her, beschäftigten
in ihren Eisenhütten 5500 und mit Einschluß der
Nebenbetriebe 8000 Handkräfte.
Im Jahre 1910 schied auch der letzte der großen
artragswirtschaftlichen Geister der älteren Generation
des Hauses Röchling aus dem Leben und
schloß damit einen bedeutsamen Zeitraum für sein
Haus: Geheimer Kommerzienrat Karl Röchling. Er
war einer der größten Verantwortlichkeitsträger der
deutschen Ertragswirtschaft, und die selbständige
ertragswirtschaftliche Tätigkeit füllte 66 Jahre seines
Lebens. Ein harter Mann der Geistesarbeit und dabei
voll Herzensgüte und Wohltätigkeit innerhalb
des Rahmens seiner Mittel und Verantwortlichkeiten.
Als das wirtschaftliche Glaubensbekenntnis
seines Lebens schrieb er noch am 1ı7. Juni
1907: „In meiner Familie und bei mir selbst sind
die vorhandenen Mittel in sehr großen Unternehmungen
festgelegt, die täglicher angestrengter Arbeit
bedürfen, um sie entsprechend den beständig
wechselnden Verbesserungen und Veränderungen,
bez. auch Vergrößerungen auf der einmal erreichten
Höhe zu halten. Wir so gut wie jeder heutige neue
Großindustrielle der Stahl- und Eisenindustrie, sofern
er nicht der Börse und ihren Großbanken
zinspflichtig ist, sondern in seinem und seiner
Familie. eigenen Besitz und Betriebe die Werke
zu erhalten sucht, bedürfen der strengsten Sparsamkeit
und Zusammenhaltung aller verfügbaren
Mittel. Auch die Möglichkeit, Wohltätigkeit zu
üben, ist erheblich beschränkt durch die Ansprüche,
welche eine nach vielen Tausenden von Arbeitern
und deren Familien zählende Belegschaft an mich
und meine Familie zu stellen berechtigt ist.‘‘ Bis
zum letzten Tage seines Lebens war er rüstig und
geistesfrisch und hatte sich seine Tatkraft bewahrt.
Das kalte Bad in der Saar war noch im
Alter seine Freude. Im letzten Jahrzehnt seines
Lebens war die Automobilfahrt sein höchster Genuß.
Tausende von Kilometern pflegte er jährlich
mit ihm zu durcheilen. Noch im Frühling 1910
besuchte er als Alterspräsident den Provinzialland.
tag der Rheinprovinz. Noch zu Pfingsten 1910 nahm
er an dem Familientage zu Baden-Baden teil. Noch
am Tage vor seinem Tode ging er seinen gewohnten
Weg zum Schwimmbade. Endlich aber war
selbst das Maß von Lebenskraft erschöpft, das
diesem, Arbeitsriesen auf seinem Lebenswege mitgegeben
war. Er starb am 26. Mai 1910, nachmittags
3 Uhr. Ein Herzschlag setzte seinem Leben
ein Ziel. Am 12. Juni 1910 veranstaltete die Ver:
einigung der Lohnarbeitervereine der Völklinger
Hütte eine Totenfeier zu Ehren des verstorbenen
Hauptes des Hauses Röchling und Vorsitzenden
des Aufsichtsrates der Röchlingschen Eisen- und
Stahlwerke unter Anwesenheit von Abgesandten
der Hüttenarbeitervereine Altenwald, Hostenbach.
Aloeringen und Carlshütte
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