grund einer Sicherungshypothek erster Stelle auf
das Grund- und Bergwerkseigentum zum Zwecke
des Ausbaues des Bergwerksbesitzes, der Erweiterung
bestehender Anlagen und zur Verstärkung
des Betriebskapitals beschlossen. Sie wurde in Gestalt
von 15000 Teilschuldverschreibungen von je
1000 ausgegeben, war bis 1914 unkündbar und sollte
von da an mit einer Prämie von 3 Vomhundert
jährlich mit mindestens 3,33 Vomhundert des ursprünglich
angegebenen Nennbetrages oder 500 000
Mark getilgt werden. Mit dieser Anleihe wurde
das Unternehmungskapital, mit welchem in der
Unternehmung gewirtschaftet wurde, auf 35 Millionen
Mark gebracht.
1908 umfaßten die Anlagen der Röchlingschen
Eisen- und Stahlwerke folgende Werke: ı. Das
Eisen- und Stahlwerk in Völklingen, bestehend aus
274 Koksöfen, 6 Hochöfen, Thomaswerk mit einer
Leistungsfähigkeit von 500 0ooot, Anlagen zur Erzeugung
von Elektrostahl, Walzwerke zur Herstellung
von Eisenbahnmaterial, Formeisen, Stabeisen,
Walzdraht, einer Eisenkonstruktionswerkstätte zur
Herstellung von vollständigen Eisenkonstruktionen,
Anlagen zur Gewinnung von Teer, schwefelsaurem
Ammoniak und Benzol und aus zahlreichen Nebenbetrieben.
2. an der kanalisierten Saar gelegene
Kalksteinbrüche in der Ausdehnung von rund 6oha;
3. die Koksofenanlage Altenwald mit Gewinnungsanlagen
für Teer, Ammoniak, Benzol usw. und mit
einer Jahreserzeugung von 15000o0t Koks; 4. die
Hochofenanlage Karlshütte bei Diedenhofen, bestehend
aus 4 Hochöfen mit einer Gesamtleistungsfähigkeit
von rund 7oot täglich und einer Schlakkensteinfabrik;
5. die Erzbergwerke Gewerkschaft
Röchling und: Gewerkschaft Röchling I bei Algringen
in Lothringen, deren Gruben mit der Carlshütte
durch eine sechs Kilometer lange eigene Bahn
verbunden waren und rund ı 200 0o0ot Erz im Jahre
förderten und deren Erzvorräte auf über hundert
Jahre geschätzt wurden; 6. Kohlenfelder in Westfalen
nördlich von Werne bei Hamm, welche zı
preußische Maximalfelder mit einem Flächeninhalt
von rund 46 Millionen qm umfaßten ; 7. Kohlenfelder
in Lothringen in einem zusammenhängenden Besitz
von rund 20 Maximalfeldern und einem Flächeninhalt
von rund 40 Millionen qm in der Gegend
von Falkenberg und Lauterfangen; 8. 749 Kuxe
der Gewerkschaft Karl Alexander in Geilenkirchen
bei,Aachen, welche bei Aachen, markscheidend mit
der Grube Anna des Eschweiler Bergwerksvereins
13 Maximalsteinkohlenfelder mit Fettkohlenaufschlüssen
besaß. (Die übrigen 251 Kuxe der Gewerkschaft
Karl Alexander befinden sich im Besitze
der Societe€ des Acieries de Longwy in Mont
St. Martin); 9. die Hälfte der Aktien der Societ&
des Mines de Valleroy, welche, mit einem Unternehmungskapital
von 9 Millionen Frs. Aktien und
5 Millionen Frs. Obligationen in der Nähe der
deutschen Grenze ein Minettebergwerk von 836 ha
mit einem anstehenden Erzvorrat von 120 Millionen
Tonnen Erzen bester Güte mit 36—38 % Eisengehalt
betreibt; 10. den größten Teil der Aktien
der französischen Erzgrube Pulventeux bei Longwy,
in welcher ıo Millionen Tonnen kieselige Erze
standen. Der Grundbesitz der Röchlingschen Eisenund
Stahlwerke betrug 1908 525 ha. Ihre Beteiligung
am Lothringisch-luxemburgischen Roheisen:
syndikat, das am 31. Dezember 1908 zu Ende ging,
183 6oot, ihre Beteiligung am Stahlwerksverband
(1908 bis 30. Juni 1912), 415 00o0t Rohstahlgewicht
und im Verband Deutscher Drahtwalzwerke. wel-