tigen, daß Sie mit mir einstimmen in den Ruf
„Seine Majestät unser erhabener Kaiser Wilhelm II
lebe hoch!‘
Am 25. Februar fand dann in Saarbrücken
ein Festessen statt, zu welchem alle Angestellten
der Firma von fern und nah geladen waren. Die
Feier eröffnete der Senior der Angestellten, Haumann-Ruhrort,
welcher bereits über 30 Jahre bei
der Firma tätig war, indem er namens der Angestellten
dem Jubilar und der Firma die Glückund
Segenswünsche derselben übermittelte und eine
von den Angestellten gestiftete Jubiläumsadresse
überreichte. Karl Röchling teilte mit, daß er eine
Pensionskasse für die Angestellten der Firma errichtet
habe, und dazu einen Fonds von 100000
Mark stifte; er behielt sich sodann auch noch vor,
für seine Handarbeiter einen noch näher zu bestimmenden
Betrag auszuwerfen zu einem Unterstützungsfonds.
Die beiden ältesten Werkangestellten
Werkmeister Fischer und Obermeister
Rütters erhielten bei Gelegenheit des Festes (25.
Febr. 94) wertvolle Uhren mit eingravierter Widmung
und Kette.
Am ıı. März 1896 bildeten die Teilhaber der
Firma Gebr. Röchling in Saarbrücken mit Wirkung
vom I. Januar 1896 aus ihrem eisenindustriellen
Unternehmen in Völklingen eine besondere Gesellschaft,
und zwar mit beschränkter Haftung unter
dem Namen „Röchlingsche Eisen- und Stahlwerke,
Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit dem
Sitze in Völklingen an der Saar und Zweigniederassungen
und Nebenbetrieben in Altenwald, Hessen,
Odenwald und im Besitze der Kuxe der Gewerkschaften
Röchling, Pensbrunnen I, Gebrüder
Lenne und Olgazeche in Lothringen‘‘. Als Gegenstand
des Unternehmens wurde die Eisen- und
Stahlfabrikation sowie die Vornahme aller Handlungen,
welche sich in irgend einer Weise auf diese
Fabrikation beziehen, einschließlich des Verkaufs
und der Verwertung der Fabrikate und der sich
daraus erzielenden Nebenprodukte und Rückstände
bezeichnet. Dazu sollte auch der Erwerb und Betrieb
von Bergwerken und Betrieben aller Art zur
Gewinnung der Rohprodukte und ebenso die Errichtung
und der Betrieb von Hochofenwerken gehören.
Das Stammkapital wurde auf 10 Millionen
Mark festgesetzt und die Gesamtbeteiligung gezwölftelt.
Entsprechend ihren Anteilen an der Firma
Gebrüder Röchling in Saarbrücken, beteiligten sich
lie Stämme der vier Brüder Theodor, Karl, Ernst
und Fritz verschieden stark, der Stamm Karl Röchling
mit fünf Zwölfteln, die Stämme Theodor und
Ernst Röchling mit je drei Zwölfteln und der Stamm
Fritz Röchling mit einem Zwölftel, sodaß! der Stamm
Karl Röchling mit 4 167 000 Mk., der Stamm Theodor
Röchling mit 2,5 Millionen Mk., der Stamm
Ernst Röchling mit 2,5 Millionen Mk. und der
Stamm Fritz Röchling mit 833000 Mk. beteiligt
waren. In die Gesellschaft eingebracht wurden das
Eisenwerk Völklingen mit sämtlichen Nebenbetrieben,
die Koksofenanlage Altenwald, eine Reihe
Kalksteingruben in Lothringen und der Pfalz, eine
Anzahl Manganerzgruben im Odenwald und am
Rhein und sämtliche Kuxe der Gewerkschaften
Röchling, Pensbrunnen I, Gebrüder Lenn€ und Olgazeche
in Lothringen. Eine Veräußerung von Anteilen
an Außenstehende wurde von der Zustimmung
der Gesellschaft abhängig gemacht und selbst
die Veräußerung von Anteilen an Mitgesellschafter
eines anderen Stammes davon abhängig, daß keiner
der Mitgesellschafter desselben Stammes den An-205
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