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tüchtiges Wirtschaften zu einem Ertrage zu führen.
Seitdem konnte eine weitsichtige Firma wenigstens
wieder, ohne geradezu Selbstmord zu begehen,
daran denken, diesen Betriebszweig neu aufzunehmen.
Und so war für die Firma Röchling
der Zeitpunkt für die Ausführung ihrer eisenindustriellen
Pläne gekommen. Es bedurfte nur noch
des besonderen Drängens der Umstände. Auch
dieses stellte sich ein. Zu der Notwendigkeit, in
flauen wie in flotten Zeiten den vorhandenen Koks
abzusetzen, kam jetzt bei dem leisen Aufstieg, welcher
1880 begann, und bei der ununterbrochenen
Zunahme des Trägerverbrauches zum Hausbau in
Deutschland, die Schwierigkeit der Handelsfirma
Röchling, die nötigen Träger zu beschaffen. Der
zunehmende Trägerbedarf im Deutschen Reiche
schien geradezu einem neuen Werke die Richtung
für die aufzunehmende Warenerzeugung zu weisen.
Beides zusammen wies darauf hin, von dem Koks
nach den Trägern eine Brücke zu schlagen. Es
fehlte nur die andere Säule der Eisenerzeugung,
Erzbesitz und Erzbergbau, ohne die man in Abhängigkeit
vom Erzhandel bleiben mußte, der damals
keineswegs den billigen Anforderungen entsprach,
welche eine große Industrie an ihn stellen
durfte. Diese Säule ließ sich nur in Lothringen
zufbauen.
Unter diesen Umständen trat der Gedanke an
die Firma heran, das Völklinger Puddel-, Schweißund
Walzwerk zu kaufen und es zu einem vollen
Eisenhüttenwerke auszubauen. Karl Röchling
sandte bereits 1879 zwischen den beiden Versuchen,
für die alte Gesellschaft ein erhöhtes Unternehmungskapital
aufzubringen, den Leiter des Baseler
Hauses seiner Firma, Rupe, nach Völklingen,
um die Lage des Werkes zu untersuchen. Der
Bericht, den dieser über die Organisation gab, war
:rostlos. Niemand hatte einen Begriff, was aus
dem Werke werden würde. Rupe schrieb: „Ich
muß gestehen, daß mir dieses Mal die ganze Ge-‚schichte
einen traurigen Eindruck gemacht hat.
Auch früher habe ich natürlich gesehen, daß. es
durchaus an einer vernünftigen Organisation fehlt,
aber so auffällig, wie dieses Mal ist es mir noch
nie gewesen. Es ist das Elend der Aktiengesellschaften
in der höchsten Potenz. Niemand will
etwas tun, einer schimpft auf den anderen, der
Direktor auf den Walzwerkschef, dieser auf den
Direktor, ein dritter auf beide. Die unteren Beamten
folgen dem Beispiel und faullenzen dazu.
Es ist ganz unmöglich, daß dabei ein Werk existieren
kann. Dazu die Geldnot! Wir kauften 2ot
zu 100 Mk. Grundpreis, Gaisler das gleiche Quantum.
Mehr konnte ich nicht nehmen, da ich Sor-:en
nicht haben wollte.‘
1880 beteiligte sich Karl Röchling an den Bemühungen,
für die alte Gesellschaft das notwendige
neue Unternehmungskapital aufzubringen, fand'
aber bei seinen Freunden keine Gegenliebe. J.
Schwarz und Gebr. Adt glaubten nicht an die Möglichkeit
einer Fortführung des Werkes. Emil Haldy
erklärte, sein Haus habe als Hypothekengläubiger
nur das Interesse, seine verbrieften Rechte an dem
Völklinger Werke zu wahren, und habe bisher jede
Beteiligung von der Hand gewiesen. Sollte indessen
die Möglichkeit vorhanden sein, eine neue Gesellschaft
auf gesunder Grundlage für die Wiederinbetriebsetzung
der Völklingerhütte zu errichten,
so würde seine Firma vielleicht einer Beteiligung
mit etwa einem Drittel ihrer Forderung näher treten.
Das war gleichbedeutend mit einer Ablehnung, und
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