Full text : Das Haus Röchling und seine Unternehmungen

Uebriges versprechen sämtliche Intresenten,
nach dem Vorhero Erb Vergleich deutlich Vor gelesen,
 er klähret und nichts dagegen Erinnert worden,
 ehrlich und aufrichtig zu halten des Endes
Wohl Wissentlich sich aller behelffe, welche da
gegen zu statten kommen können, als böses betrugs
 Verletzung über die selbige sich Völlig begebens
 und ist darauf selbiges dreyfag gleichlau:
tendt angeferiigt und jedem intresendt ein Exemplar
 zugestellet worden auch bey dem Königlichen
landgericht Confirmation geziemendt nach zu
suchen.
nota. In dem fall, dem Eberhardt vor seiner
Frau mit Todt abginge, so ist billich, daß vom
Keine leibes Erben Von ihm da seyn das die ander
geschwister eines große Summe geldes am Hoffe
herraus Empfangen und wennigstens auf 500 Thlr
bestimmt werden kann.‘
Bereits 1779 starb Eberhardt Neuhoff. Seine
Witwe Elsebene aber überlebte ihn noch bis 1788.
Zunächst gestalteten sich die Erbverhältnisse nach
dem letzten Willen der Eheleute. Im weiteren Ver
laufe der Dinge wurde Johann Diedrich Eberhard,
Sohn von Gottfried Heinrich, Schulze zu Kessebüren,
 und der Klara Elsebene von Steinen infolge
von Heirat mit der Erbin des Schulzenhofes Holz
wickede Schulze zu Holzwickede, während sein
jüngerer Bruder, Diedrich Heinrich Gottfried, Besitzer
 des elterlichen Hofes zu Kessebüren wurde.
Derselbe heiratete, fast 58 Jahre alt, 1828 Johanna
Antoinette Theodore Charlotte Louise Justine Osthoff
 aus Billmerich (geb. 1804) und starb ohne
Nachkommen 1855. Seine Witwe verheiratete sich
1856 mit dem Witwer Caspar Wilhelm Becker vom
Hofe Schulze-Benninghaus bei Lennen und starb
1862, ohne Kinder zu hinterlassen. Wilhelm
Beckers einziger Sohn aus erster Ehe, Carl, geb.
1838, wurde der Erbe des Schulzenhofes zu Kessebdüren.
 Er heiratete 1870 Caroline Biermann aus
Bönen, gab nachmals die Landwirtschaft auf und
siedelte nach Berlin über. Von ihm kaufte den
Schulzenhof zu Kessebüren die Familie Maßmann
zu Kessebüren. Sein heutiger Besitzer ist Hein
rich Maßmann. Von den alten Baulichkeiten ist
nichts erhalten. Am 29. Juni 1761 brannte Marschall
 Soubise die beiden Dörfer Kessebüren und
Frömern vollständig nieder. Damit ging dort zu
grunde, was an alten Ueberlieferungen vorhander
war. 1870 brannte auch der später erbaute Schulzenhof
 zum großen Teile ab; dabei das Wohnhaus
Der Begräbnisplatz der Schulzen zu Kessebüren,
welcher am Eingang der Kirche zu Frömern lag,
wurde 1761 mit der Kirche zerstört, neben der
er lag.
Der dritte Sohn Johann Röchlings, Schulzen zu
Wickede, Gothard Kaspar Rocheling, ge
boren 1678 auf dem Schulzenhofe Röchling zu Wik
kede machte in ähnlicher Weise sein Glück wie
sein Bruder Johann Caspar. Er heiratete!) 1712
die Holzwickeder Schulzentochter und Erbin Ursula
 und brachte damit den Röchlingschen Stamm
auf den dortigen Schulzenhof. Er hatte vier Söhne‘
Gottfried. Caspar, getauft am Dom. XIIX p. Trin.
1713; Mathias Henrich, getauft am 16. Okt. 1715,
Johann Christoph, geboren nach dem Tode des
Vaters und getauft am 21. Juni 1718, und Johann
Kaspar, wahrscheinlich ı714 geboren. Er starb im
+) Kirchenbuch zu Opferdicke betr. Schulze: Holzwickede
 1712 copul. Gothard Caspar Rocheling von
Wickede und Christine Ursula Holzwickede.
            
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