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auf der neuen Wasserstraße fahren werden, gleichmäßig
und nicht bloß die ehrlichen Freunde unserer
nationalen wirtschaftlichen Entwicklung getroffen
werden sollen. Bei der ablehnenden Stellung der
allergrößten Interessenten sind an der Saar, selbst
wenn ich und meine Freunde uns nicht vor der
doch‘ etwas sonderbaren Rolle scheuen sollten, mit
unserem Gelde unserer Konkurrenz kostenlas wichtige
Verkehrswege zu beschaffen, keine allzugroßen
Beiträge zu erhoffen. Ich persönlich würde mich
zwar nicht zurückziehen, vielleicht auch einige
Freunde, aber der gesunde Menschenverstand bäumt
sich gegen dieses System auf, und hierauf hat zweifellos
Herr von Stumm seinen Plan aufgebaut, dessen
Durchführung schon beim Dortmund-Ems- 5sogut
wie beim Oderkanale die größten Schwierigkeiten
bereitet, genau so wie vorher in Frankreich
und deshalb daselbst auch zu dessen Verlassen
geführt hat. Auch in Elsaß-Lothringen übernimmt
der Landesausschuß die Vertiefung des Fahrwassers
und bedeutende Vergrößerung der Schleusen
der Saar-, Rhein-, Marne- und Rhonekanäle auf
Landeskosten unter Vorbehalt der Schadloshaltung
durch Erhebung von Zöllen zur Deckung der Unterhaltungskosten
und Zinsen zu 3!/,%. Wenn auf dem
Mainkanal in Frankfurt, was ich im Augenblick
nicht genau weiß, von Zollerhebungen abgesehen
und der Bau durch Zuschüsse ä fonds perdu der
Interessenten vielleicht auszuführen war, so ist einmal
die Entfernung von Mainz nach Frankfurt nicht
groß und der Main daselbst ein in einem größeren
Tale fließender flacher Strom, dann aber das Interesse
der mächtigen Stadt Frankfurt, mit dem
Rheinhafen und direkt mit der See verbunden zu
werden, ein in die Augen springendes und durchschlagendes,
daß die Beschaffung der Mittel in
dieser Stadt der Rothschilds nicht schwer werden
konnte.“
Am 22. Februar 1891 machte Karl Röchling
Vorschläge, wie es möglich werden könnte, die
erforderlichen Bürgschaftsleistungen auch für die
Saar aufzubringen. An den niederrheinischen Ausschuß,
der sich mit dieser Frage beschäftigte,
schrieb er: „Das Interesse meiner Firma fällt
selbstverständlich in erster Reihe mit der Kanalisierung
der Saar zusammen, und können wir eventuell
nur Transporte für die Strecke von Diedenhofen
bis Konz garantieren, für den Fall die Saar
von Konz nach Völklingen ebenfalls kanalisiert sein
wird. Und nun die renitenten Saarinteressenten,
welche doch wie Burbacherhütte, Dillingen, Villeroy
und Boch usw. zweifellos später auf der kanalisierten
Saar genau ebenso wie wir transportieren
werden, zu zwingen, sich ebenfalls an der auch
für die Saar notwendigen, vom Herrn Finanzminister
verlangten Frachtgarantie zu beteiligen, so wäre
wohl ratsam, daß jetzt Westfalen sich nur für die
Moselkanalisation, wie das auch ausschließlich in
seinem Interesse liegt, ausspräche und die Saar
der Gefahr aussetzte, wenn die notwendige (Garantie
für ihre speziellen Transporte von ihr nicht
übernommen würde, ganz von Mosel- und Rheinwasserverkehr
ausgeschlossen zu werden. Ich kann
mir nicht denken, daß die beteiligten Ressortminister
bei der Fortdauer der seitherigen Renitenz
der großen Saarwerke nicht schließlich zu
diesem Druckmittel greifen sollten, und ist es aus
diesem Gesichtspunkte vielleicht richtiger, wenn wir
ıns jetzt noch etwas zurückhalten.“
Trotzdem niederrheinische Werke begannen,
einen Fonds zur Bürgschaftsleistung für die Mosel-