Röchling 1618, die Frau des Schulten (die Mersche)
1633 und der Schulte wieder 1652 vor. Vor dem
14. Februar 1646 heiratete Kaspar Hueck aus Niedermassen.
Anna Röchling aus Wickede, offenbar
eine Schulzentochter, und hatte mit ihr einen
Sohn Heinrich Hueck zu Niedermassen, dessen
Tochter Anna Maria Hueck einen Velleuer!) heiratete.
Ueberhaupt standen die Röchlings in Wechselehe
mit den ersten Familien der Gegend. Der
älteste Sohn des Schulzen zu Röchling, Hoferbe
und Erbschulze, hieß herkömmlich Johann. Wieviele
solche Erbschulzen Johann auf Johann de
Herte bis zu dem Johann, welcher etwa 1660 bis
1690 Schulze war und wenigstens drei Söhne,
Johann, Kaspar und Gotthardt Kaspar, hatte, folgten,
ist noch nicht festgestellt. Es sind aber wenigstens
zwei anzunehmen, welche das Schulzenamt
etwa 1600-—1630 und 1630—1660 geführt haben
müssen. Ihr Nachfolger Johann ist etwa von 1660
bis 1690 nachweisbar und hatte wahrscheinlich
zehn. Kinder.?)
Wickeder Kirchenbücher sind nicht erhalten.
Das 1621 beginnende Kirchenbuch Camen enthält
nichts über das Haus Röchling. Erst aus den Kir:
chenbüchern zu Opferdicke und erst aus dem 18.
Jahrhundert ergeben sich wieder Einzelheiten. Der
Stammhof Röchling zu Wickede mit seinen zwei
hundert Morgen Land ringsumher vererbte sich von
Vater auf den Sohn. Zuletzt besaß ihn eine Witwe
Schulze-Röchling. Von ihr erwarb ihn eine Familie
Voß. Der Hof selbst ging im Laufe der Jahrzehnte
durch Verschleiß dem natürlichen Verfall zu. Außer
einem alten Kastanienbaum, welcher aus dem sieb.
zehnten Jahrhundert stammen soll, ist nichts altes
erhalten. Alle Baulichkeiten stammen aus neuereı
Zeit. Das Wohnhaus mußte 1870 wegen Baufälligkeit
völlig erneuert werden. Nur die linke Giebelseite
und die Rückseite sind noch in dem früheren
Bauwerk erhalten.
Während der älteste Bruder Johann auf dem
ıeimischen Schulzenhofe zu Wickede blieb, hei:
-ateten um 17066 zwei seiner Brüder in Schulzen
höfe in der Nachbarschaft. Kaspar und Gotthard:
Kaspar.
Auf dem Schulzenhofe zu Kessebüren saß als
Schulze des Orts Hermann von Steinen. Er hei
‚atete eine Osthoff mit Namen Elsebein (Isabella)
‘)- Andreas Kaspar Velleuer 5. Dez. 1709.
?) Nach der Zahnschen Chronik im Pfarrarchiyv
zu Wickede, welche 1853 verfaßt, aber für Dinge,
welche über 1800 zurückliegen, nicht zuverlässig ist,
hatte Johann, Schulze Röchling zu Wickede, etwa von
1660 bis 1690 im Schulzenamt neun Kinder, Catharina
(geb. d. 3. März 1662), Anna Elsabene (Isabella;
(geb. d. 13. April 1663, gest. d. 29. März 1714).
Diedrich (geb. d. 7. Sept. 1665, gest. d. 4. Juli 1754),
Johann (geb. d. 21. April 1667, gest. d. 5. April 1714),
Heinrich (geb. d. 16. Mai 1675, vermählt 1709 mit
Anna Elisabeth Wirth-Röchling, gest. d. 24. Februar
1733; seine Frau starb d. 4. Juli 1754), Göddert
Caspar (geb. d. 11. Nov. 1677, vermählt 1712 mit
Ursula Schulze-Holzwickede), Elisabeth (geb. d. 11.
Febr. 1681), Clara Sophia (geb. d. 8. Febr. 1684, vermählt
1706 mit Göddert Joh. Borghardt; gest. d. 7
Jan. 1760; ihr Gatte starb d. 22. Sept. 1730) und Margaretha
(geb. d. 7. Jan. 1687, vermählt 1707 mit
Diedrich Schorlemmer, gest. d. 8. Febr. 1759; ihr
Gatte starb d. 15. März 1729). Es zeigt die Ungenauigkeit
dieser Aufzeichnungen, daß unter den Söhnen
Johann Röchlings Caspar, der nachmalige Schulze zu
Kessebüren, dessen Daseın mehrfach ‚urkundlich über
jeden Zweifel bezeugt ist, fehlt. Wahrscheinlich hielt
der flüchtige Verfasser denselben für gleichbedeutend
mit Götterd Kaspar, dem nachmaligen Schulzen von
Holzwickede.