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hervor, daß die Westfalen trotz Kanal dort
nicht eine leichtere, sondern geradezu eine schwierigere
Position der Saarkohle gegenüber haben werden.
Und gerade dieses Absatzfeld der Saarkohle,
die Gegend um Trier, Lothringen und Luxemburg,
das nach Ansicht der hiesigen Gegner der Kanalisation
dem Kanal geopfert werden soll, gerade
dieses ist es, was infolge günstiger Stromverhältnisse
der Saarkohle erst recht gesichert hleihen
dürfte.
„Sieht man sich nun die Reden unserer Abgeordneten,
der Herren Olzem, Jordan und Vopelius
an, so ist darin die Verbilligung der Frachten
infolge des Baues eines Saarkanals zur Mosel mit
keinem Wort erwähnt. Sie sprechen nur von der
‚Moselkanalisation‘‘, während man längst allyemein
angenommen hat, daß eine Kanalisation der
Mosel ohne gleichzeitige Kanalisation der unteren
Saar sich gar nicht denken läßt und auch einseitig
nicht ausgeführt werden würde. Stellt man
sich indes so an, als hätte man es mit der Moselkanalisation
allein zu tun, dann allerdings hätten
die Herren recht, vollkommen recht, wenn sie die
Saarindustrie dadurch gefährdet glauben. Wir würden
uns hiergegen im Interesse unserer Industrie
und Gegend mit demselben Eifer verwahren, wie
wir heute für die Sache eintreten, aber was die
Herren argumentieren, bezieht sich auf einen Begriff,
den man nicht mehr berechtigt ist wörtlich
zu nehmen. Sagen wir anstatt ‚„Moselkanalisierung‘‘:
„Saar- und Moselkanalisierung‘‘, wie es in
der Tat auch gemeint ist, dann fallen alle Argumente
jener Herren glatt zu Boden. Mit der Kanalisierung
des unteren Saarlaufes stehen uns an der
Saar die Vorteile einer Wasserstraße, wie schon
vorhin erwähnt, noch reichlicher zu Gebote als
'rgend einer anderen konkurrierenden Industrie.‘
Weiter führte er aus:
„Man mag sich drehen und wenden wie man
will, eine begründete Opposition gegen das Kanalprojekt
hat in unserer Gegend nur Neunkirchen
mit Herrn von Stumm allein. Die Frachtersparnis
auf dem Kanal geht für ihn durch Umladen in
die Bahn wieder verloren; er sitzt aber nun einmal
mit seinem Neunkircher Werk auf dem Trockenen,
und wenn wir auch nicht glauben, daß letzteres
infolge des Kanals vom Erdboden verschwinden
wird, so glauben wir aber, daß das Neunzircher
Werk inbezug auf die Preisstellung in eine
ıngünstige Lage gegenüber den an der Saar gelegenen
Werken gelangen wird, die ihm allerdings
ınter Umständen sehr unbequem werden kann.‘
„Was die Opposition der Burbacherhütte gegen
die Kanalisation betrifft, so haben wir schon früher
wiederholt erklärt, daß. wir als Deutsche keine
Rücksicht auf die Interessen der belgischen und
französischen. und sonstigen auswärtigen Aktionäre
zu nehmen haben, welche in Burbach die Vorteile
der Kanalisation ebenfalls genießen würden, aber
an der Erstarkung der deutschen Eisenindustrie
gegenüber. ihrer einheimischen und damit an der
Konkurrenz der deutschen Produkte auf dem Welt.
markte kein Interesse haben. Die Gesamtfrachtersparnis,
welche sowohl durch den billigen Bezug
der Erze wic durch eine direkte Schiffsverbindung
von hier bis zur See erzielt werden wird, berechnet
sich auf die Tonne fertigen Baueisens loko
Schiff auf 8 bis 10 Mark! Wenn man erwägt,
daß die Tonne Baueisen heute durchschnittlich 110
Mark’ kostet, so erhöht sich die Konkurrenzfähigkeit
unserer Hüttenfabrikate um jene 8 bis 10 Mk.,
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