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gliedes aus dem Vorstande war völlig freie Bahn
gemacht für die Röchlingschen Ideen von Betriebswirtschaftlichkeit
und am 31. März 1903 lief auch
der Lieferungsvertrag für die Wallenser Kohlen ab
Binnen ganz kurzem trat trotz der Neuaufwen:
dungen, welche sich nötig machten, eine Besserung
der finanziellen Lage cin, zumal der Betrieb
nach und nach in Gang kam. Im Jahre 1902 war
bereits ein Ertrag von 284964 Mk. vorhanden, aber
derselbe wurde ganz auf Abschreibungen verwendet
Außerdem war der Wert der Lagerbestände ge:
wachsen und die Bankschulden und die Lieferantenschulden
hatten sich verringert. Die Kredithypothek
von 900000 Mk. wurde gelöscht und die
drei beteiligten Banken erklärten sich mit der Fortgewährung
der bisherigen Kredite ohne Hypothek
einverstanden. Der Aufschwung, den die Anlage
nahm, zeigte: sich sofort darin, daß sich im März
ausländische Kaufinteressenten meldeten und mit
einem Vorstandsmitgliede Bergwerks- und Fabrikanlagen
eingehend besichtigten. Der Vorstand
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
„die von der Natur allein uns Deutschen verliehenen
Kalibodenschätze auch dem deutschen Volke mög
lichst unversehrt zu erhalten.“
Im April 1903: wurde auf vier Sohlen der Abbau
betrieben und es waren auf der untersten für
20 Jahre, auf der nächsten für 7 Jahre Salze erschlossen.
21390000 Doppelzentner Karnallite
konnten die Fabrik auf 40 Jahre und 15800000 dz
Hartsalze und Langbeinite die Mühle auf 26 Jahre
mit den nötigen Salzen versorgen. Da die streichende
Länge der Gerechtsame 10 km betrug, so
wurden die vorhandenen Mengen Kalisalze auf 25,5
Millionen cbm oder 510 Millionen dz geschätzt,
d. h. auf eine Menge, welche bei ı 200 000 dz Jahresabbau
einen Vorrat für 425 Jahre darstellte oder
nach Abzug von 20 Vomhundert für Klauberabfälle,
doch noch für 340 Jahre. Die Maschinenanlagen
waren in den besten Stand gesetzt. Mit
der Fördermaschine ließen sich in 24 Stunden 15 000
Doppelzentner Kalisalze in Gestalt von Hartsalzen
oder Karnalliten ‘ fördern. Nur die Dampfkesselanlage
erwies sich bei besseren Kohlen als viel
zu groß. Selbst bei stärkstem Betriebe waren nur
zwei Drittel der Kessel nötig. In der Hartsalzmühle
waren zwei Mahlsysteme aufgestellt, mit welchen
ın 24 Stunden bis zu 120 Doppelladungen Düngesalze
gemahlen und verladen werden konnten. Die
Verladestation gestattete, 6 Waggons gleichzeitig
zu beladen. Dabei war noch Raum für die
Aufstellung eines dritten Mahlsystems vorhanden,
das bei nur 30000 Mark Kosten die
Leistungsfähigkeit der Mühlenanlage auf über fünf
Millionen Doppelzentner bringen mußte. In der
Chlorkaliumfabrik konnten in 24 Stunden 4000 bis
4500 Doppelzentner Karnallit auf Chlorkalium und
Kalidüngesalze aller Art verarbeitet werden, was
eine Tageserzeugung von 700 bis 750 dz Chlor.
kalium oder eine Jahresleistung von 220000 dz bedeutete.
Dieselbe ließ sich durch Aufstellung
weniger Apparate noch bedeutend steigern, da
selbst bei 4500 dz Tageserzeugung die vorhandene
Verdampf- und Trockenanlage nicht ganz ausgenutzt
wurde. Stolz schloß der Vierteljahresbericht
von Ende April 1903: „Schon jetzt ist die Leistungsfähigkeit
unserer Fabrik ebensogroß wie diejenige
der größten Werke. Sie ist größer als diejenige
der sämtlichen jüngeren Werke (einschließlich Wıilhelmshall);.
Die Aufschlüsse unter Tage sowohl als
auch die großartigen oberirdischen Anlagen. welche
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