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tigem Erz darstellen. Somit ist der in dem „Expose‘*‘
angegebene Kostenpreis für Roheisen mit
32,50 Mk. pro Tonne ganz illusorisch und viel
zu niedrig. Das Roheisen wird selbstredend an
und für sich höher einstehen und noch vielmehr
durch den Zuschlag manganhaltiger Erze, welche
von auswärts bezogen werden müssen, einesteils,
um entsprechend Mangan ins Roheisen, andernteils
um mitzuhelfen, den hohen Schwefelgehalt zu
neutralisieren und in die Schlacke zu bringen. Das
weiße Puddelroheisen hat über 0,3% Schwefel und
dieser Gehalt muß unter o,1 reduziert werden. Ich
habe durchaus keinen Maßstab, was der Bezug
von manganhaltigen Erzen nach Ars kosten kann.
Jedenfalls aber wird ein zur Entphosphorung geeignetes
Roheisen ungleich mehr kosten wie 32,5
Mark. Man kann ferner nur hochmanganhaltiges
Spiegeleisen oder Ferromangan als Zusatz verwenden;
sowohl das eine wie das andere stellt sich
mindestens auf 85—090 Mk. Man ist noch ganz im
Unklaren, wie sich die Kosten der Arbeit selbst
stellen für Löhne, Materialien usw. Die Werke,
welche das Patent erwerben, geben die Kosten viel
niederer an, wie sie in der Tat sind; man wird
darüber mehr Gewißheit bekommen, wenn die
Werke von Stumm und de Wendel erst ein Jahr
gearbeitet und das Lehrgeld bezahlt haben. Ich
kann darum nur empfehlen, mit der Anlage eines
Entphosphorungswerkes nicht zu eilen, sondern
ebenso wie Burbach erst den Erfolg der beiden
anderen Werke, wie Stumm und de Wendel, abzuwarten.
Binnen einem Jahr ist das entschieden
und dann kann mit Zuhilfenahme aller Kräfte ein
derartiges Etablissement in nicht allzulanger Zeit
errichtet und die Erfahrungen der anderen benutzt
werden.‘‘
Karl Röchling nahm die Sache auf seine Weise
in die Hand und trat ihr mit aller Objektivität
gegenüber. Es war hier die Möglichkeit gegeben,
ein Unternehmen, das 1873 einen Verkaufswert von
18 Millionen Francs gehabt hatte, zu 1,6 Million
Mark, also etwa zum neunten Teile, zu erwerben.
Göcke schrieb: „Wenn die Gruben gut sind, das
Eisen 31—32 Mk. kostet und der Preis sich in
toto auf anderthalb Million Mark stellt, so läßt
sich die Geschichte vielleicht in Ueberlegung
ziehen.‘ Aber dem war entgegen zu halten: Was
konnte ein solcher Erwerb nützen, wenn das Unternehmen
an sich nicht ertragsreich war, also nicht
einmal für ı,6 Millionen einen angemessenen Ertrag
zu erbringen vermochte? Karl Röchling begann
mit aller Eindringlichkeit die sachlichen
Grundlagen der Roheisenerzeugung in Ars zu prüfen.
Der erste, den er nach Ars sandte, war deı
Direktor G. Pastor der Rheinischen Stahlwerke
Derselbe kam heim und berichtete, daß die einzigen
Hochöfen, welche noch betriebsfähig seien, diejenigen
von St. Paul, zu klein und darum ihr Betrieb
unlohnend sei, daß der Verbrauch von Koks
und Kalkstein übergroß sei, daß der Eisengehalt
der Erze unter Mittel und jedenfalls viel geringer
sei als im Norden, daß die Summe von 1,5 Milijonen,
welche genannt worden sei, keinen Pfennig
einschließe, um den Betrieb wieder flott zu machen,
daß auch der Hochofenbetrieb große Aufwendungen
und Neueinrichtungen erfordere und daß die
Flüssigmachung der Vorräte, welche mit 800000
Mark in der Bilanz ständen, sehr zweifelhaft sel.
500 000 Mk. seien allein für Neuanlagen erforderlich
und weitere 500000 Mk. als Betriebskapital
sodaß mindestens 2.6 Millionen an Aktien neu aus