Größe des Waggons überaus verringernd auf die
Transportkosten einwirke, und hatte daher den Plan
gefaßt, überaus große Waggons bauen zu lassen.
Die französische Ostbahn war aber nicht in der
Lage, größere Wagen als ı5t-Wagen zuzulassen,
und so einigte man sich auf diese Größe. 'Es
wurden auf Rechnung der Hütte eine Reihe solcher
Wagen gebaut, welche ausschließlich zur Erzverschaffung
von Marbache nach Pont-ä-Mousson benutzt
wurden. Dadurch verringerte sich die bisher
gezahlte Fracht auf die Hälfte, und dieser Tarif
hat heute noch volle Gültigkeit.
Dazu kam, daß Karl Röchling es durch unausgesetztes
Werben und durch‘ Uebernahme eines
erheblichen Kostenbeitrages von 130000 Frs. auf
Pont-4-Mousson dahin brachte, daß die Mosel:
kanalisierung von Frouard bis Pont-A-Mousson ver
längert und selbst bis nach Metz in Angriff genommen
wurde. 1870 war Pont-ä-Mousson an das
französische Kanalnetz und damit an die belgischen
Häfen und den Rhein-Marnekanal angeschlossen
Dies schuf eine große Umwälzung in den Herstel.
lungsverhältnissen von Pont-ä-Mousson. Es bedeutete
die Herabdrückung seiner Frachtunkosten
auf ein Bruchteil und damit eine Verbilligung der
äußeren Selbstkosten. Die Frachtersparnis betrug
schließlich das anderthalbfache des Kostenbeitrages
zur Moselkanalisierung.
Pont-A-Mousson versandte zu Wasser 1885 in
der Richtung nach Paris 4650t zu 15 Frs. die t,
während die Eisenbahnfracht 21 Frs. kostete. Die
Ersparnis mittels des Wasserweges betrug nach
einer Zusammenstellung der Societe€ anonyme
Im Mittel auf die !
8,13 Fre
8 3 22
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auf t
1885 22720
1886 25760
1887 15 650
1888 23 200
1889 . 12550
99 960
2197 105
Unmittelbar nach der Erwerbung der Hütten
durch Haldy, Röchling & Cie. begann aber auch
der Kampf um Herabsetzung der inneren Selbstkosten,
und zwar ebenfalls an erster Stelle durch
das Eingreifen Karl Röchlings. In dem Hochofenfache
neu und nicht Techniker von Beruf, mußte
er trotz seiner Ausbildung in einer Eisenhandlung
erst seine Studien machen. Mit dem Direktor Roge
besuchte er die Hochofenanlagen der Gutehoffnungshütte
bei Oberhausen, die belgischen Hütten
bei Seraing und auf zwei verschiedenen Reisen
Eisenwerke Schottlands und Englands, zu denen
er durch die britischen Zweiggeschäfte des Hauses
Schmidborn, Klingenburg & Cie. eine Reihe
Beziehungen hatte; vor allem die großen Röhrengießereien
in Glasgow und Middlesborough, welche
als Vorbild für die Anlagen einer großen Röhrengießerei
in Pont-3-Mousson dienen sollten. Einen
dritien Streifzug unternahm er nach den franzö6-sischen
Werken an der Rhöne sowie nach (CCreuzot
und der Hochofenanlage in Marseille. Aufgrund
der Erfahrungen, welche auf diesen Reisen gesammelt
worden waren, wurde von 1862 bis 1870 die
Hütte Pont-A4-Mousson vollständig umgebaut.. Am
28. Dez. 1862 wurde bereits Hochofen II wieder
in Betrieb gesetzt. Hochofen. I mußte dagegen
erst erneuert werden und wurde erst am 19. Jan.
1864 wieder angeblasen. Dazu kam ein neuer Hochofen
/(I11% der am 51. Novembher 1864 angehlasen
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