und fünf im Kreise St. Wendel. Sie förderten mit 63
Bergleuten zusammen 36605 t Steinkohlen für den
Hausbrand ihrer nächsten Umgebung. 1866 vermehrten
sie sich noch um eine. Der Krieg wirkte
auf die Förderziffern der Privatgruben ganz besonders
herabdrückend. 1864 hatte Hostenbach
1 184 151 Zentner gefördert und 1865 ı 392 788 Zentner.
1866 sank die Förderung um 240264 Zentner
Schon im Winter mußte die Grube wegen der gelinden
Witterung 60 Mann entlassen und den Steinkohlenpreis
von 51/, Silbergroschen auf 4'/ Silbergroschen
herabsetzen. Die Aufstauung der Saaı
bei der Festung Saarlouis, eine Kriegsmaßregel,
sperrte den Wasserweg nach der Mosel und legte
die zum großen Teil auf den Wasserabsatz angewiesene
Grube Hostenbach noch weiter lahm
Erst im Herbste hob sich der Absatz wieder soweit,
daß der Kohlenpreis auf 5 Silbergroschen
hinaufgesetzt werden konnte.
Von 1864 bis 1871 entwickelte sich Förderung
und Belegschaft folgendermaßen:
Tahr Förderung Belegschaft
1875
- 276
1080
864 59 208
865 69 639 =
866 57 626 380
867 64 385 354
868 61877 383
1869 54 911 379
1870 46 279 392
1871 52770 362
Von der Förderung wurde etwa die Hälfte
regelmäßig auf der Saar abgesetzt. 1872 erfolgte
im Unionschachte zu Hostenbach die Inbetriebsetzung
der ersten und einzigen Fahrkunst im Saargebiete,
welche bis 1906 ihre Dienste tat und dann
der Entwicklung der Technik weichen mußte. 1873
nahm Hostenbach schmalspurige Lokomotiven von
dem Schachte Union nach der Saarhalde in regelmäßige
Benutzung. 1888 kam eine Drahtseilbahn
von dem Unionschachte zu Hostenbach über die
Saar nach der Völklingerhütte in Betrieb.
betrug die Förderung 81 323t und die Belegschaft 381 Mann
» »» 2» 75 988 t >» »” 2 371 2»
„ x S1i400t © x 410 »
Am ı3. November 1875 kam es zu einem fünfundzwanzigjährigen
Vertrage zwischen der Königichen
Eisenbahndirektion Saarbrücken und der Gewerkschaft
der Grube Hostenbach über die Anlage
einer normalspurigen Sekundärzweigbahn vom Bahn
hofe Völklingen nach der Kohlenladestelle Hosten:
bach. Der Repräsentant der Gewerkschaft war damals
Herr von Galhau zu Wallerfangen. Die Bahn sollte
lediglich dem Zwecke dienen, das Anbringen und
Abholen großer Gütermassen zu und von der Königchen
Saarbrücker Eisenbahn, auf welcher dieselben
angekommen oder weiter zu verschaffen waren,
durch eine unmittelbare Verbindung zu ermöglichen.
Der Betrieb wurde so eingerichtet, daß die Eisenbahndirektion
mit ihren Maschinen ihre Wagen
zum Güterbahnhof Hostenbach und von da nach
dem Bahnhofe Völklingen beförderte und das Rangieren
auf dem Bahnhofe Hostenbach nach ihrer
Anordnung erfolgte. Der Kostenanschlag belief sich
auf 280000 Mark. Am 23. Juli 1877 eröffnete die
Grube Hostenbach den direkten Bahnversand ihrer
Kohlen und setzte für sie als Preise fest 55 Pfg.
für den Zentner frei ab Station Völklingen und 50
Pfg. für Land- und Saarabsatz
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