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Die Bilanzbewertungen der nächsten Jahre, welche
in Mark ausgedrückt sind, zeigen folgende Ziffern:
875 387 410,17 M
776 344 836,66 ,,
77 344 658,90 ,,
1778 21775531 »
1879 . 100202,19 ,,
Das zeigt schlagend den unaufhaltsamen Niedergang
des Ertrages. Im Jahre 1876 kam der
Betrieb der Koksofenanlage gar ein halbes Jahr
zum Stillstand wegen Streitigkeiten mit der Königlichen
Bergwerksdirektion wegen der Preisbemessung
der Grieskohle, und es mußten sämtliche
Lohnarbeiter entlassen werden. Die Firma benutzte
die Betriebspause, um den Kohlenturm an der
Wäsche zu erneuern. Ebenso mußte am ı2. Januar
1893 die Koksanlage Altenwald ebenso wie die
de Wendelsche Koksanlage in Hirschbach wegen
Kohlenmangels den Betrieb einstellen.
Von den vier Brüdern Röchling war Theodor
derjenige, welcher am stärksten zu der praktischen
Betätigung als Industrieller neigte, während Karl
Röchling der größte Kaufmann war. Ihm und seinem
tatkräftigen Eindringen in die neuzeitlichen
Koksverhältnisse, seiner ununterbrochenen Beobachtung
des technischen Fortschrittes und seiner be:
harrlichen Erwägung kraftwirtschaftlicher Einrichtungen
war es an erster Stelle zuzuschreiben, daß
sich die Koksanlage Altenwald in schweren Zeiten
und während des Darniederliegens aller Geschäfte
von 1879 an wieder zu steigender Ertragsfähigkeit
entwickelte. Theodor Röchling besuchte regelmäßig
die Anlagen, beobachtete sie auf ihren Verbrauch an
Naturkraft und Handkraft und suchte durch verbesserte
technische Vorrichtungen an beiden zu
sparen. Er bekümmerte sich im einzelnen um die
Beschaffung von Handkräften und nahm sich der
einzelnen Leute an. Er war der Vorsitzende deı
Kranken- und Unterstützungskasse für die Hand:
arbeiter der Koksofenanlage. Karl Röchling da.
gegen erkannte als erster an der Saar, daß die
Entwicklung der Koksofenindustrie auf die Gewin:
aung des in den Koksofengasen enthaltenen Teers
ınd Ammoniaks hindränge, besonders für eine
Koksofenanlage, die wie die Altenwalder abseits
von den Hochofenwerken lag, und bei der daher
überschüssiger Dampf nicht nutzbar gemacht werden
konnte. Gemeinschaftlich mit Karl Gerhard
wurde daher eine große Anzahl von Versuchen
zur Erbauung geeigneter Koksofensysteme gemacht,
die es ermöglichten, schließlich zu einem brauchbaren
Typ zu kommen, sodaß schon im Jahre 1886
Koks in regelmäßiger Erzeugung in Regenerativöfen
gewonnen wurde. Auf der Anlage wurden
ferner die ersten Versuche in Deutschland zur Gewinnung
der in den Koksofengasen enthaltenen
Kräfte durch direkte Umsetzung in Gaskraftmaschinen
gemacht, und zwar mit Erfolg. Ein kleiner
Gasmotor von 8 PS. wurde aufgestellt und läuft
zeit dem Jahre 1892 ununterbrochen.
Im Jahre 1884 wurde der Plan gefaßt, Oefen
mit Nebenerzeugnisgewinnung zu erbauen und auf
Teer und Ammoniak zu betreiben. Seit den Ludwigshafener
Versuchen von 1850 war die Chemie
in dieser Hinsicht wesentlich fortgeschritten, und
die Beherrschung der Koksofengase hatte zu
einer Anzahl Patente geführt. Am 17. Tanuar
1885 wurde das deutsche Reichspatent Nr. 33 956.
Einrichtung zum selbsttätigen Wenden des Zugs
bei Koksöfen, und Nr. 35 oor, Einrichtung zur Zu:
führung der Verbrennungsluft bei Koksöfen, erwor-.