ten. Dann wurden die Oefen wieder ausgeblasen. Verschiedene
Versuche, aus den Abgasen der Koksöfen
Nebenerzeugnisse zu gewinnen, scheiterten an
der ungenügenden chemischen Beherrschung der
Abgase und den unzureichenden mechanischen Vorrichtungen.
Von der Kokerei Forbach wurde vom
August 1864 bis zum Juni 1865 Koks versandt nach
Metz, Nancy, Saarburg, Saverne, VUeckingen,
Thann, Mülhausen, Straßburg, Forbach, Rolampont,
Charmes, Colmar, Frouard, Bar le. Duc, Vallerysthal,
Schlestadt, Toul, Gray, Hagenau, Cernay,
Diedenhofen, Verangu&ville, Commercy, Pagny,
Bains, Chaumont, Nove&ant, Rewiremont, Benniche,
St. Loup. Der Versand von August 1864 bis Juni
(865 erreichte aber nur eine Höhe von 27 639 Frs.
Die Vierteljahresbilanz der Kokerei Forbach
zeigte am 31. März 1865 einen Einkauf von
24156 500 kg Kohle im Werte von 272404 Frs.,
11260200 kg verkokte Kohle im Werte von 99 072
Frs. und einen Geschäftsaufwand von 62564 Frs.
Die Kosten der aus 11260300 kg Kohle erzeugten
7005 150 kg Großkoks und 300200 kg Kleinkoks
sind die 1000 kg zu 22 542 Frs. eingesetzt und belaufen
sich auf 161636 Frs. Die Vierteljahresbilanz
vom 30. Juni 1865 weist einen Einkauf von
29618000 kg Kohle zu 336099 Frs. auf und
14014 500 kg verkokte .Kohle zu 124290 Frs. Der
Geschäftsaufwand beträgt 83706 Frs. Die
14014 500 kg Kohle haben 8835200 kg Großkoks
und 346350 kg Mittel- und Kleinkoks ergeben.
Ihr Wert ist mit 203 668 Frs. und ihre Durchschnittskosten
sind mit 23,05 Frs. pro 1000 kg angesetzt. Die
Frachtlage der Kokerei war ungünstig. Die Selbstkosten
waren sehr hoch. Die Einrichtungen waren
von der Entwicklung überholt, und es war mindestens
fraglich, ob sich eine Neueinrichtung an
dieser Stelle, nach welcher man immerhin eine erhebliche
Fracht zu zahlen hatte, lohnen würde.
So wurde die Anlage am 30. Juni 1865 stillgestellt,
zumal das Interesse der Firma an der Koksofenanlage
Heinitz wuchs, auf deren Einrichtung sie
alle denkbare Sorgfalt verwendete, und zumal das
Ausscheiden der französischen Teilhaber aus der
Koksofenanlage Altenwald in den Bereich der
Wahrscheinlichkeit trat. An sich erforderte die Zeit,
trotzdem die Lokomotiven als Koksverbraucher ausgeschieden
waren, in steigendem Maße Koks, und
namentlich stieg der Bedarf der deutschen und
französischen Eisenindustrie darnach jährlich um
mehrere hunderttausend Tonnen. War ‘doch 1862
noch eine andere Koksanstalt des Saargebietes in
die Erzeugung eingetreten, diejenige der Kohlenhandlung
Lamarche und Schwartz bei den Dechenschächten.
Sie wurde 32 Jahre von dieser Firma
betrieben, ging aber schließlich 1904 in den Besitz
des preußischen Staates über.
Die Geschichte der Kokerei Altenwald ist ein
Stück Geschichte der deutschen Koksindustrie, und
die Verbindung, in welche die Firma Schmidborn
und Gebr. Röchling 1852 durch die Gemeinschaft
Haldy & Co. mit der Verkokung von Saarkohle
kam, ist für diese Industrie ebenso bedeutsam geworden
wie für die Firma Schmidborn und Gebr.
Röchling. Sie führte sie nicht nur vom Handel
zur Warenerzeugung, sondern zugleich auf ein Gebiet,
auf dem eine große Anzahl technischer
Probleme für die technischen Geister des Hauses
Röchling lagen, und das eines Tages die Brücke
hinüber nach der Eisenindustrie wurde. Im Jahre
1852 errichtet,, begann die Koksofenanlage Altenwald
1852 mit der Verkokung von Förderkohlen.