Regimente gehören Sie?“ — „Zum vVierzigsten.“ — „Ah, die vVier—
ziger sind tapfere Leute“, sagte der König freundlich. „Wissen Sie,
wer das war?“ fragte nachher ein Saarbrücker Bürger den Fran—
zosen. „Ein deutscher Offizier.“ — „Nein, das war unser Rönig.“
Da leuchtete das Auge des Verwundeten vor Freude auf, daß der
mächtige Preußenkönig seine und seiner Kameraden Tapferkeit aner—
kannt hatte. Tags darauf besuchte der König die Cazarette und
hospitäler, um seine verwundeten Krieger zu sehen und ihnen Trost
zuzusprechen. Im Bürgerhospital traf er die leitende Schwester Maria
Roth in voller Arbeit im hausflur. „Liebes Kind, ich bin der König;
ich wollte hier meine Soldaten besuchen“, sagte er. Sie führte den
geliebten herrscher durch die Zimmer, und er unterhielt sich tröstend
und ermutigend mit den Verwundeten, nicht nur mit Offizieren,
sondern auch in leutseliger Weise mit den Soldaten.
Unter begeisterten Abschiedsgrüßen und Segenswünschen der Be—
wohner verließ der König am 11. August Saarbrücken, um seinem
tapferen heere über Forbach nach Metz hin nachzureisen.
14. Geschichte der allen Saarbrücke.
Die alte steinerne Saarbrücke, die im vorigen Jahre in dem
Denkmal Kaiser Wilhelms J. eine schöne Sierde erhalten, blickt auf
eine bewegte Vergangenheit zurück. Sie ist unstreitig eine der ältesten
Bauwerke im Keiche; sie wurde in den Jahren 1547 —49 erbaut
und hat alle heerscharen getragen, die seitdem den Weg von Deutsch⸗
land und umgekehrt nahmen. Die Veranlassung zum Bau der Brücke
gab Kaiser Karl V. der im März 1546 durch hochwasser an der
Fortsetzung seiner Reise gehindert wurde. Dieser unfreiwillige Aufent⸗
halt des Kaisers bestimmte den damals regierenden Grafen Philipp II.,
schon in den nächsten drei Jahren eine feste steinerne Brücke zwischen
Saarbrücken und St. Johann erbauen zu lassen. Als erster Fürst zog
Philipp von Spanien, der spätere König Philipp Il., am 20. März
1549 über den neuen Brückenweg. Er kam von Deutschland und
wurde auf seiner Rückreise nach Spanien in Saarbrücken von dem
Erzbischof von Trier begrüßt. Drei Jahre später kam Karl V. mit
dem herzog von Alba und einem großen Heere über die Brücke,
um den Franzosen Metz zu entreißen; und diesem heere folgten viele
Kriegsvölker während der nächsten Jahrhunderte. Die Brücke stand
über 200 Jahre unversehrt, bis sie Ende Februar 1784 infolge von
gewaltigem Hochwasser zusammenstürzte. In den beiden folgenden
Jahren wurde sie wieder aufgebaut; aber nicht lange sollte sie ihren
Dienst erfüllen: am 7. Januar 1814 wurde sie von den Franzosen