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An der Brück' an der Saar
Deutsche Waldvögelein!
Wenn ihr singt hell und klar
Im freien Sonnenschein, —
Denkt, daß von eurer Schar
Eins trauern muß allein
An der Brück' an der Saar.
Aber hilfe brachte das alles nicht. Die französischen Beamten kehrten
zurück, französische Verwaltung wurde eingeführt, französisch wurde
wieder die Amtssprache, für den König von Srankreich mußte in den
Uirchen gebetet werden. Die Nachricht von der Rückkehr Napoleons im
Frühjahr 1815 und der wiederbeginnende Krieg ließen in den herzen
der Patrioten ein schwaches Hhoffnungsfünkchen wieder aufleben Als der
preußische Staatskanzler Fürst Hardenberg auf seiner Reise nach Paris
hier durchkam, wurde ihm durch eine Abordnung von 20 Bürgern
der dringende Wunsch, mit Preußen vereinigt zu werden, vorgetragen.
hardenberg versprach, an seinem Teile zur Erfüllung der Bitte bei—
tragen zu wollen und wurde dafür durch begeisterte Huldigungen
geehrt. Als aber in den folgenden Wochen dem Lande stets neue
Kriegslasten für die verbündeten heere auferlegt wurden, beschlossen
die Bürger, zwei Männer aus ihrer Mitte nach Paris zu senden,
„um den hohen Monarchen die Gesinnungen und Wünsche der Be—
wohner Saarbrückens zu Füßen zu legen“. Die besten deutschen
Männer wie Stein, hardenberg, Blücher, Gneisenau, Stägemann
nahmen sich der Abgesandten an und „brachten ihre Wünsche vor
die rechte Schmiede“. So konnten diese am 17. Oktober 1815 mit der
frohen Kunde, daß Saarbrücken deutsch werden sollte, heimkehren.
„Daterland, Vaterland! sind wir denn dein?
Cange warst du uns verloren.
Konnten wir gallische Sklaven sein,
Deutsche, zur Freiheit geboren?“
so klang es damals aus dem Munde der Bürger. Am 11. November
traf dann die amtliche Nachricht ein, und am 30. fand die feierliche
Besitzergreifung des Landes durch Preußen und die huldigung der
Bewohner statt. Mit Dankgottesdiensten, Beleuchtungen und festlich
frohen Versammlungen wurde der Tag gefeiert, der das Sehnen und
hoffen so vieler treuer Hherzen gestillt. Unter einem preußischen
Adler, der an einem hause in Saarbrücken angebracht war, standen
die Worte: