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wurden. Reste dieser ältesten Befestigungen finden wir heute noch
auf dem Stiefel, einem Berge bei Scheidt, bei Kempfeld und Otzen—
hausen im hochwald. Auch in dem „Kentrischer Stein“, der an der
ältesten durch unsere Gegend führenden Straße sich erhebt und eine
höhe von etwa 5 Metern hat, ist uns ein Denkmal jener keltischen
Zeit erhalten geblieben. Wahrscheinlich war dieser Stein, wie noch
mancher andere, ehemals als Grenzstein errichtet. Ferner entstammen
zahlreiche Fluß-, Gebirgs-, Orts- und Slurnamen der keltischen ZSeit.
Die Namen KRhein, Mosel, Saar, Nahe, Blies, Vogesen, Jura, Eifel,
Trier, Mettlach, Merzig sind keltischen Ursprungs.
2. Die römische Zeit.
Ungefähr 700 Jahre vor Christi Geburt war im südlichen Italien
ein Reich entstanden, das so gewaltig zunahm, daß einer seiner
Kaiser jenes bekannte Gebot: „daß alle Welt geschätzet würde“,
ausgehen lassen konnte: es war das römische Reich. Selbst die
hohen Alpen im Norden Italiens verhinderten seine Ausbreitung
nicht. Ein halbes Jahrhundert vor Christi Geburt wurde das Reich
der Gallier und damit auch das ganze linke Rheinufer von den
Römern unterworfen und blieb etwa 400 Jahre unter ihrer herrschaft.
Sie teilten das eroberte Land in Provinzen und führten überall
römische Verwaltung ein. Auch unsere Gegend war damals dem
römischen Kaiser untertan. Wenn uns auch keine geschriebenen Nach—
richten davon Uunde geben, so besitzen wir doch Zeugnisse „in Stein,
Erz und Ton, welche die Erde treu bewahrt hat“, die uns von jener
Zeit berichten.
Sast in allen Gemarkungen des Saargebiets sind Spuren römischer
Ansiedlungen gefunden worden. Eine der reichsten Fundstellen ist
der herapel, ein hügel bei dem Orte Kochern Gahnstation der Linie
Saarbrücken⸗Metz), wenige Stunden von hier entfernt. Wahrscheinlich
war es eine militärische Ansiedlung, deren Besatzung die Sicherung
der sich hier kreuzenden heerstraßen oblag. Der Berg war mit
Wällen, Mauern und Türmen befestigt. Bei den Nachgrabungen
fanden sich Reste eines Cempels, eines Wohnhauses, einer Apotheke,
einer Schmiede, ferner Waffen, Geräte, Münzen, Bildsäulen und
Grabsteine.
Von den zur Zeit der Kömer vorhandenen Straßen war wohl
die von Metz nach Mainz am herapel vorbeiführende die wichtigste;
wahrscheinlich wurde sie schon von den Kelten benutzt. Sie führte
an den Spicherer höhen und den Talweihern vorbei, überschritt die
Saar in der Nähe des halbergs auf einer hölzernen Brücke und ging
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