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4. Ein naturgemäßer Aufbau des Unterrichtsstoffes — der auch
bei geteilter Unterrichtszeit anzustreben ist — gewährleistet auch
bei ungeteiltem Unterricht die Erreichung derselben, ja wohl
noch höherer Unterrichtsziele, als der jetzt gesteckten.
II. Die Cehrplanziele sind bei ungeteilter Unterrichtszeit erreichbar.
1. Unzufriedenheit beseitigen hilft die Einführung der ungeteilten
Schulzeit an niederen Schulen da, wo dieselbe an höheren
Schulen schon besteht.
Die Lage der Mittagsmahlzeit darf und muß nicht bestim—
mend bei der Einführung der ungeteilten Schulzeit sein.
3. Jegliche Nebenbeschäftigungen der Kinder können bei ungeteilter
Unterrichtszeit nicht so schädigend wirken, wie bei geteilter
Unterrichtszeit.
III. Die ungeteilte Unterrichtszeit ist aus sozialen Gründen wert—
voller als die geteilte.
1. Die Kinder sind bei ungeteilter Unterrichtszeit länger unter
dem CEinfluß des Elternhauses.
2. Die Zucht bessert sich.
3. Urlaubsgesuche und unerlaubte Schulversäumnisse vermin⸗
dern sich.
4. Die häuslichen Arbeiten für den Unterricht werden sorgfältiger
ausgeführt.
IV. Die ungeteilte Unterrichtszeit ist auch aus erziehlichen Grün⸗
den erstrebenswert.
Endergebnis: Alle Erwägungen und Versuche wissenschaft⸗
licher und praktischer Art auf gesundheitlichem, unterrichtlichem,
sozialem und auf erziehlichem Gebiete zeigen, daß die ungeteilte
Unterrichtszeit der geteilten unbedingt vorzuziehen und auch ohme
große Schwierigkeiten einzuführen ist.
Duisburg.
—S
rusen⸗
heits⸗