Full text : Festschrift für den 29. Rheinischen Provinzial-Lehrertag am 13., 14. und 15. Juni 1905 in Saarbrücken

Berichte und Antrüge für die Hauptuersammlung
der Rheinischen Pestalozzi⸗Stiftung.

Jahresbericht der Witwen- und Waisenkasse.

Am 1. Juli 1905 besteht unsere Kechtskasse fünf Jahre. In
diesem verhältnismäßig kurzen Zeitraume ist die Zahl der Witwen
bis auf 90 oder 59/0 gestiegen. Die Pension beträgt vorläufig 758 Mk.;
es wurden an die Witwen ausgezahlt 6283, — Mk., aus der Wohl⸗
tätigkeitskasse an 40 Witwen 1200 Mk., insgesamt also 7483 Mk.
Da die regelmäßigen Beiträge die höhe von 15 725,90 Mk. erreichten
und außerdem noch 3387,82 Mk. an Nebeneinnahmen erzielt wurden,
so wuchs das Vermögen um 11486,89 Mk. Dasselbe betrug am
31. Dezember 1904 158 022,70 Mk. Es ist seit dem 27. Juli 1901
um rund 42000 Mx. gestiegen, obgleich in dieser Zeit die Zahl der
Witwen dreimal größer geworden und die Pension von 40 Mk. auf
75 Mu. erhöht worden ist. In den 29 Jahren ihres Bestehens hat
die Stiftung ein Kapital von 159000 Mk. rund angesammelt, das
macht auf ein Jahr durchschnittlich 5500 Mk. 1901 betrug das
Vermögen 117000 Mk.; das bedeutet für 1901-085 ein jährliches
Anwachsen von 10000 mMk. 1902 war das Vermögen um 15 412,99 Mk.,
1903 um 10635,84 Mk., 1904 um 11486,84 Mk. gewachsen.
Diese Zunahme des Vereinsvermögens, die für die Leistungs- und
Lebensfähigkeit der Stiftung von hervorragendster Bedeutung ist,
muß um so höher veranschlagt werden, wenn man das Anwachsen
der ordentlichen Ausgaben gegenüberstellt. 1901 hatte die Rechtskasse
40 Pensionen zu 40 Mk. zu zahlen — 1600 Mk. 1902 wurde die
Pension fast verdoppelt, nämlich auf 75 Mu. festgesetzt. Die Witwen
erhielten 1907 3805,82 Mk., 1903 4862,50 Mmk., 1904 6283 Mk.
Von Wichtigkeit ist für jede Kasse die Höhe der Verwaltungskosten.
Vom 28. Juli 1901 bis 31. Dezember wurden verausgabt 671,45 Mk.,
1902 — 375,81 Mk., 1903 — 249,19 Mk., 1904 aber nur 143,68 Mk.
            
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