—
I⸗
it⸗
en
ht
zu
cht
hl
ne
er
r⸗
ht,
en
nit
che
en
fte
ien
ein
Jger
h⸗
er
se
4⸗
Nn.
he
ch,
ig
st
ie
nd
an
IIlt
die
dery
282
ig⸗
et
er.
die den Lehrer vielfach durch die Ferienkurse kennen gelernt haben.
Diese Forderung der Lehrer hat aber auch viele Gegner und erfährt
mancherlei Angriffe. Es gibt Männer und Richtungen, die uns des⸗
halb schmähen und verhöhnen. Das ist gewiß kein Beweis gegen
die Stichhaltigkeit unserer Wünsche. Vielfach will man noch den
Lehrer wie in materieller, so auch in geistiger Abhängigkeit erhalten.
Ob man weiß, daß man damit Volksbildung und Volkswohl schädigt,
mag dahingestellt sein. Solche Erscheinungen halten das Rad des
Fortschritts zwar oft auf, bringen es aber nimmermehr zum Stillstand.
Vorwärts und aufwärts! Das ist fast ein Naturgesetz; andernfalls
gibt's ein Rückwärts und einen Verfall — Stillstand ist undenkbar.
Fast zur Kalamität wird der Lehrermangel in Preußen. Prä—
parandenanstalten und Lehrerseminare mehren sich wie nie zuvor,
und fast scheint im selben Verhältnis der Lehrermangel zu wachsen.
Besonders groß ist die Landflucht der Lehrer. So sollen diese Ostern
aus einem rheinischen Bezirk 40 Lehrer wegziehen, und die Zahl
der nicht besetzten Stellen dieses Bezirkes soll mehr als 160 betragen.
Das gibt doch zu denken. In der Stadt ist dieser Mangel nicht
bemerkbar. Man ist verschiedener Meinung über die Ursache des
Cehrermangels. Die Lehrerschaft sucht ihn in der unzureichenden
Besoldung der Landlehrer. Die Landflucht redet hierzu eine deutliche
Sprache. Politische Zeitungen machen den Lehrern den Vorwurf, sie
hielten junge Leute vom Lehrerberuf ab. Wenn das wahr ist, —
wäre es nicht begreiflich? Und nun halte man dagegen die heutige
Werbung von anderen Seiten um genügenden Zuwachs.
Der Vorstand des Preußischen Lehrervereins hat ebenfalls in
Rönigsberg getagt und wichtige Beschlüsse gefaßt. hervorzuheben
ist seine Stellungnahme zum Schulkompromiß. Er hat darob scharfe
Angriffe erfahren. Die preußische Lehrerschaft, die der Vorstand
vertritt, hat sich in ihren Beschlüssen fast einstimmig dessen Votum
angeschlossen. Das war erfreulich; ein Keil kann vorab in die
Lehrereinigkeit nicht getrieben werden. Eine zweite Vorstandssitzung
war in Berlin gelegentlich des Clausnitzer-Jubiläums. Dieses Festes
muß in einem Jahresbericht gedacht werden. KUuch die rheinische
Lehrerschaft hat ihrem langjährigen obersten Führer bei dieser Ge—
legenheit den Tribut des Dankes gezollt. Er sei an dieser Stelle
wiederholt. Clausnitzer bedeutet für die deutschen Lehrer ein Pro—
gramm. Werden sie das als Panier hochhalten, geht's unzweifelhaft
einem sonnigen Frühling entgegen. Clausnitzer vor Augen, und
Deine Lehrerbegeisterung wird Dir ein steter Jungbrunnen bleiben,
lieber Kollege! An seine Stelle ist der uns allen bekannte Kollege