daß soviele, namentlich jüngere Kollegen, der Stiftung nicht beitreten
wollen. Der SZuwachs an Mitgliedern entspricht keineswegs der
Bedeutung der Kasse, und der Beitrag ist doch ein minimaler im Ver—
hältnis zum Kapital. an dem man teilnimmt. Auch die hesse-Stiftung
konnte wiederum manche Träne trocknen. In neun Lehrer- bezw.
CLehrerwitwenhäusern hat sie helle Weihnachtsfreude bereitet, indem
sie in vier Fällen je 100 Mk. und in fünf je 78 Mk., also im Ganzen
790 Mu. verteilte.
Ehe ich den Blick über die Provinz hinaus richte, möchte ich
noch der Zeitungen gedenken, die uns nahe stehen und die zu unter—
stützen wir verpflichtet sind. Über die Notwendigkeit, Fachzeitungen
und Fachschriften zu lesen, über ihre eminente Bedeutung habe ich
mich an anderer Stelle geäußert. Doch ich muß kurz darauf zurück—
kommen. Es sollte, liebe Kollegen, einfach eine Unmöglichkeit sein,
daß einer von uns nicht regelmäßig eine Fachzeitung liest. Aber
wieviele lesen keine? Ist das begreiflich? Wir sind doch heute so
gestellt, daß jeder ein Seitungsabonnement erschwingen kann. Wo
es nicht geschieht, fehlt's an gutem Willen und — es sei mir ent—
schuldigt — an der nötigen Standes- und Berufsbegeisterung. Wie
sicher und unabhängig könnten unsere Seitungen gestellt sein, und
welche Macht würden sie bilden, weun wir es wollten, wenn wir sie
unterstützten. An erster Stelle haben wir Verpflichtungen gegen
unsere beiden „Publikationsorgane“, die „Neue Westdeutsche Lehrer—
zeitung“ in Elberfeld und die „Kheinisch-Westfälische Schulzeitung“
von Müllermeister in Hachen, denen ich an dieser Stelle für ihr stets
freundliches Eutgegenkommen in Vereinsangelegenheiten herzlichsten
Dank ausspreche. Weiter sind wir zum halten des „Schulblattes für
die Provinz Sachsen“ zu Magdeburg als Vereinszeitung des Preußischen,
und der „Pädagogischen Zeitung“ als Vereinsorgan des deutschen
Lehrervereins verpflichtet. Außerdem ist es Pflicht, für möglichste
Verbreitung der „Deutschen Schule“ von Rißmann zu wirken.
Selbstverständlich können die vorstehenden Ausführungen nur
skizzenhaft, keineswegs ausführlich sein, das ist auch nicht Absicht
und Z3weck; sie sollen bloß Anregung geben. Möchte dieser mein
herzenswunsch sich erfüllen.
Wenige, aber bedeutungsvolle Ereignisse sind aus dem engeren
und weiteren Vaterlande zu berichten. Der 13. Mai v. Is. wird in
der Schulgeschichte Preußens unaustilgbar eingetragen bleiben. Er
hat uns das sogen. Schulkompromiß gebracht, eine Erscheinung, die
wohl einzig dasteht insofern, als sich auf dem schulpolitischen Gebiete
in einer grundsätzlichen Frage Parteien zusammengefunden, wo man
2
35
49
9
*
27.
e
d
9
74
zu
ja
ke
m
91
Je
D
it
ꝛe
X
Fe
11
eig
sta!
Cel
—X
Die
22