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wurden, ohne für sie entsprechende Jahresbeiträge in die Hauptkasse
zu erhalten; dadurch war bisher unsere Kasse nicht unwesentlich
geschädigt. Von jetzt ab wird unser Verzeichnis nur soviele Mit⸗
glieder zählen, als wirklich auch zahlen, und wir werden in Zukunft
in die Kasse des deutschen und preußischen CLehrervereins nur mehr
für soviele Mitglieder Beiträge zu entrichten haben, wie unser Ver—
zeichnis enthält.
Eine Neueinrichtung hat der Verband zu verzeichnen in den
wissenschaftlichen Vorlesungen an der Bonner Universität. Der
erste, zu Pfingsten v. Is. stattgehabte Kursus hat einen glänzenden
Verlauf genommen, und alle Teilnehmer sind des Lobes voll über
alles Gebotene, über den liebenswürdigen Verkehr der herren
Professoren mit den Lehrern und das begeisternde Zusammensein der
Kollegen selbst. Die Zahl der Teilnehmer war etwa 130 und somit
der materielle Erfolg allerdings nicht der erhoffte, so daß die Pro—
vinzialkasse, da der Verband die Gründung beschlossen hatte, für ein
kleineres Defizit eintreten mußte. Wenn aber jeder von uns seine
Schuldigkeit tut, wenn wir uns alle überzeugen von der unberechen⸗
baren Tragweite dieser Kurse, die den sichersten Weg zur endgültigen
Offnung der Universitätstore für Volksschullehrer bilden werden, so
wird ganz gewiß demnächst eine derartige Beteiligung sich ergeben,
daß ein finanzieller ÜUberschuß das Unternehmen nach dieser Seite
sichert. In diesem Jahre finden die Vorlesungen in der Woche nach
Ostern statt; hoffentlich wird sich eine stattliche Hörerschar einfinden.
Cine fernere Neugründung sind die sogen. statistischen Bureaus,
die sich in Kreiss, Bezirks- und Provinzialbureaus gliedern; die
Zentralleitung liegt bei dem Provinzialbureau. Der Vorstand hat
dieses vorläufig dem Kölner Lehrerverband übertragen. Die end⸗
gültige Wahl wird die Vertreterversammlung in Saarbrücken treffen.
Auch diese in mannigfacher hinsicht sehr wichtige Cinrichtung verdient
allseitigste Unterstützung, und wenn alle Kollegen, besonders aber die
verwalter der einzelnen Bureaus, der Schöpfung das nötige Interesse
widmen, werden wir in kurzer Zeit ein Werk von weittragender
Bedeutung erblühen sehen.
Daß sich die Pestalozzi⸗Stiftung in erfreulicher Weise weiter ent—
wickelt, haben wir aus den regelmäßigen Veröffentlichungen des
— in nicht allzulanger
Zeit die Witwenpensionen erhöhen können, besonders im hinblick
darauf, daß das Kapital nunmehr auf über 160000 Mu. angewachsen
ist. Näheres ist zu ersehen aus dem vom Uassierer aufgestellten
Jahresbericht dieses Festbuches. Immer aber muß bedauert werden,