Full text : Festschrift für den 29. Rheinischen Provinzial-Lehrertag am 13., 14. und 15. Juni 1905 in Saarbrücken

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Hamptsehenswürdigkeilen der Saursfüdte
Ssvaarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach.

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Die drei Städte liegen dicht beieinander an der Saar. Erstere
zieht sich links, südlich derselben hin, die letztern erstrecken sich rechts,
nördlich dieser. Die Verbindung der Ufer wird vermittelt durch die
„alte Brücke“ (1548 - 49 erbaut), die „Cuisenbrücke“ (1803-b5
 erbaut) und die „.Caiser Wilhelmbrücke“ (1892-94 erbaut).
Ssaarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach hatten im Laufe der
Jahrhunderte unendlich viel unter den verschiedensten Kriegswirren
zu ertragen. Durch den deutsch-französischen Krieg von 1870-71
wurden sie ganz besonders in Mitleidenschaft gezogen und auch all—
gemein bekannt. Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung an die
patriotische und opferwillige haltung ihrer Bewohner verlieh Kaiser
Wilhelm J. 1874 den Städten Saarbrücken und St. Johann das
Kecht, in ihren Wappen die preußischen Farben zu führen und
schenkte die historischen Gemälde im Saarbrücker Rathause. Die
Ssaarstädte bilden in Bezug auf Verwaltung, Gewerbe und Verkehr
heute den Mittelpunkt des ganzen südwestlichen Teiles der Rhein—⸗
provinz. Infolge des Kohlenreichtums an der Saar ist die Industrie
hier und in der Nähe außerordentlich mannigfaltig entwickelt. Eisen⸗
und Glashütten, Tonwaren-, Maschinen-, Zement- u. a. Fabriken
stehen in reger Tätigkeit. „hier pocht bei Tag und Nacht der Puls
der Industrie.“ (Saarlied. Mit sSpannung sieht man dem Bau des
„Saar-Moselkanals“ entgegen, dessen Vollendung dem ganzen
Westdeutschland große Vorteile und den Saarstädten sicher unbe—
rechenbaren Nutzen bringen wird.
            
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