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flüssig Bergöl und Schwefel verloren hatten, gingen bei den Cisen—
erzschmelzen in Ansehung der Gußwaren ungemein gut von Statten“.
Bis dahin hatte man die Verkokung nach heuß in geschlossenen
Hfen versucht, ein Verfahren, das heute allgemein angewendet wird.
1780 aber begann man auf Grube Dudweiler mit dem „Abschwefeln“
in offenen Meilern nach Art der bisherigen Holzkohlengewinnung.
Darüber heißt es in einem Bericht: „Die Abschwefelung geschieht
unter freiem himmel auf einer mit Siegeln belegten runden Rost—
stätte, die gegen 9 Fuß im Durchmesser hat und mit einer Mauer
von Siegelsteinen umgeben ist.“
Auch den aus solchen Meilern gewonnenen Koks konnte man
zunächst nicht zur Eisengewinnung verwenden. Dagegen hatte sich
Koks in andern Betrieben eingebürgert. Nach dem Rheine und der
Lahn wurde viel Koks verfrachtet, weil die Blei-, Silber⸗ und
Kupferhütten zum Koksbetrieb übergingen. HAuch nach Frankreich
wurde viel Koks versandt. Erst im Jahre 1825 ging als erstes
Werk der Nachbarschaft die Eisenhütte von hayingen zur Koksverwendung
über. Bald folgte ein Hochofen in Geislautern. Erst
in den dreißiger Jahren begannen allmählich die übrigen Werke
der heimat mit der Verwendung von Koks. Nach und nach legte
jede Eisenhütte ihre eigene Kokerei an.
Bei der Koksdarstellung ging man wieder zu geschlossenen Ofen
über. In diese Zeit fallen auch die ersten Versuche, die Kokskohlen
zu waschen. heute wendet man dies Verfahren allgemein an.
Die sich beständig steigende Benutzung von Koks zeigen folgende
Zahlen:
1816 300 t
1830 4000 t 1. Eisenhütte.
1840 12500 t J die übrigen Eisenhütten und
1850 69000 t Dampfmaschinen.
1860 313000 t Eisenbahn.
1880.. 510000 t die gewaltige Entwickelung der
1900... 894300 IJ Industrie Deutschlands seit 1870.
Damit ist natürlich die Bedeutung der Steinkohle nicht erschöpft.
Allerorten tritt die Steinkohle wie ein mächtiger Zauberer neben den
arbeitenden Menschen, hilft ihm seine Erze schmelzen, seine Hochöfen
heizen, seine ECisenhämmer heben, seine Millionen Spindeln an den
Webstühlen drehen, die dunkeln Nächte erleuchten, seine Reisen zu
Wasser und zu Lande abkürzen. Sie spendet der Menschheit Wärme,
Licht und Kraft. Darum singt Seidel mit Recht: