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schmier⸗ und Schiffteer-Fabriken“ gestattet. In dem Vertrage heißt
es: „Im Salle auch sich ergeben wird, daß die ausgezogenen Kohlen
zum Eisen⸗-Ertzschmelzen gebraucht werden können“, sollen dem Be—
ständer“) für jeden 4spännigen Wagen 12 Batzen bezahlt werden.“
1765 begann heuß mit neuen Versuchen, Koks zum Hochofen—
betrieb zu verwenden, „nachdem Uns Unser Commercien-Rath G. Joh.
heuß unterthänigst zu erkennen gegeben, daß Wir gnädigst geruhen
mögten, ihm die Sultzbacher Schmeltz und Scheidter Hammer einzu—
räumen, damit er die Proben, daß Eisen Ertz mit ausgezogenen
Steinbohlen zu schmeltzen, auf eine dauerhafte Art in den Stand
bringen und zu Unserm Nutzen anwenden könne“. Der erste Versuch,
beim hochofenbetrieb Koks zu verwenden, scheint gelungen zu sein,
denn der Fürst schrieb an seine Rentkammer 1767: „Die Massel, so
heute gelaufen, ist in solcher Güte, wie sie nur zu verlangen ist. ...
Das werk gehet würklich gut“ ... Er will allen Fleiß zur Fort—
setzung der Versuche anwenden, denn er verspricht sich für sich und
seine Nachkommen Nutzen davon, „ohne der Ehre zu gedenken, die
der gute fortgang einer solchen Unternehmung der Welt kund thut.“
Mit dem Tode des Fürsten kamen die Koksöfen zum Erliegen.
Als Goethe 1771 von Saarbrücken aus den brennenden Berg bei
Dudweiler besucht hatte, schrieb er: „hier (d. h. am Wege nach Sulz—-bach
hin) fand sich eine zusammenhängende Ofenreihe, wo Stein—
kohlen abgeschwefelt und zum Gebrauch bei Cisenwerken tauglich
gemacht werden sollen; allein zu gleicher Zeit wollte man l und
harz auch zu Gute machen, ja sogar den Ruß nicht missen, und so
unterlag den vielfachen Absichten alles zusammen.“
1778 begann man mit neuen Versuchen. Darüber berichtet der
zeitgenosse Habel: „2 Stunden von Saarbrücken, nämlich zu Sulzbach,
machte man schon sehr lange Versuche, aus den daselbst gewonnenen
fetten Steinkohlen in eisernen Retorten Steinöl zu treiben. . . . Das
Steinöl brannte man anfänglich des Nachts zur Erleuchtung der
öffentlichen Plätze und Straßen zu Saarbrücken, brauchte es aber zu⸗
letzt wegen seinem großen Gestanke, den es von sich gibt, nur noch
bloß zur Erleuchtung der steinernen Saarbrücke, welche Saarbrücken
mit St. Johann verbindet, womit man nun (1779) auch aufgehört
hat.“ Der dabei gewonnene Teer ward anfangs als Wagenschmiere,
dann als Schiffsteer abgesetzt. „Die Destillierung der Steinkohlen
wurde eine Zeitlang fortgetrieben und die gemachten Versuche mit
den zurückgebliebenen übrigen abgedampften Kohlen, die ihr über—
*) Das ist der Pächter.