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Gründe der schnellen Entwickelung
1880
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41 853
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) Cinwirkung der Einigung Deutschlands
und der Fortschritte in der Technik.
Einfluß der gewaltigen wirtschaftlichen
Entwickelung Deutschlands, das mehr
J. uUnd mehr Industriestaat wird.
1890
1900
1903
Der Besucher einer Grube ist nicht wenig erstaunt über das
emsige Leben und Treiben in einer Grube, das der Bergmann mit
den Worten besingt: „Man hört des Pulvers Donnerknall, des Schlägels
und des Faustels Schall, der Wagen Räderlauf, Glück auf.“
Vl. Die Steinkohle hinsichtlich ihrer Verwendung“).
Schon den Römern scheint die Brauchbarkeit der Steinkohle zum
heizen bekannt gewesen zu sein. Zu dieser Annahme kam man, als
man beim Ausgraben einer römischen Villa bei Beckingen a. d. Saar
in der unterirdischen heizanlage, dem Hypokaustum, angebrannte
Steinbohlen fand. Die Erkenntnis der Verwendbarkeit der Stein—
kohle ging durch die Völkerwanderung verloren und ihre Neuent—
deckung blieb dem Mittelalter vorbehalten. Aus dieser Seit hören
wir, daß Schlosser und Schmiede Steinkohlen verwendeten und die
Bauern ihren Kalk damit brannten. Aber der ungeheuere Holz—
reichtum unserer Heimat ließ es so leicht nicht zu einer allgemeinen
Verwendung der Steinkohlen kommen. Die zunehmende Bevölkerung,
die sich stetig steigernde einheimische Industrie der Glas- und Eisen—
gewinnung sorgten schließlich dafür, daß sich die Wälder mehr und
mehr lichteten. Dazu kam, daß der Fürst Wilhelm Heinrich in den
schönen Stämmen seiner Wälder eine ergibige Einnahmequelle durch
den Verkauf zum Schiffsbau in holland erkannt hatte. Darum
gingen seine Bemühungen dahin, die Steinkohle als geeignetes Er—
satzmittel für Holz und holzkohle einzuführen. Er ließ unermüdlich
Versuche mit Steinkohlen anstellen, um den Gewerbetreibenden die
Nützlichkeit des Betriebs mit Steinkohlen nachzuweisen. Man schätzt
die Unkosten, welche dem Fürsten aus diesen Versuchen erwuchsen, auf
80 000 Gulden **).
*) Siehe Fußnote Seite 108.
*e) Über die gleichen Bestrebungen Friedrichs des Großen berichtet
Festenberg-Packisch, „Der deutsche Bergbau“.