Die Eröffnung des Saarkanals und der kanalisierten Saar
(Saargemünd-Ensdorf) ün Jahre 1866 brachte der Saargegend einen
Wasserweg zum Rhein (durch den Khein-Marnekanal) und den Un—
schluß an das Schiffahrtsnetz des östlichen Frankreich Eisenbahn und
Ranal bewirkten, daß die Bergarbeiterzahl 10 000 im Jahre 1850
schon 1870 auf 20 000 gestiegen waf —
Endlich hat die Cinigung Deutschlands einen riesigen Ein—
fluß auf unsern Kohlenbergbau ausgeübt, weil die politische Cinigung
dem deutschen Volke einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung
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lichen Lebens gewaltige Fortschritte gemacht. —*
Der glückliche Zufall, welcher beim Bergbau der Alten häufig
den Ausschlag gab, trat mehr und mehr in den hintergrund; in den
Vordergrund dagegen trat das Planmäßige, womit der Betrieb
eröffnet und fortgeführt wurde. Alle nNeuerungen und Ver—
besserungen des Bergbaus, der Förderung, Wasserhaltung und
Bewetterung wurden im Saarbrücker Bergbau erprobt und einge—
führt. Von diesen Neuerungen seien kurz angeführt: Die Verwendung
von Pferden zur Streckenförderung unter Tage neben maschineller
Seilförderung, die Anwendung von Dynamit, Sicherheitssprengpulver
und elektrischer Zündung bei der Schießarbeit, die Benutzung von
Schräm- und Bohrmaschinen bei der Arbeit vor Ort, die Einführung
der Sicherheitslampe und der Wettermaschine (GDentilator) zur Be—
seitigung der Schlagwettergefahr und einer ausreichenden Versorgung
der Grubenräume mit guter Atemluft, die Verwendung verdichteter
Cuft zum Betrieb von Förderhaspeln, Ventilatoren und Bohrmaschinen
und endlich die ausgedehntere Anwendung der Elektrizität zu Signal⸗—
vorrichtungen und zu Kraftzwecken.
Die gewaltige Entwickelung des preußischen Bergbaues an der
Saar wird durch folgende Übersicht peranschaulicht:
IE Tc——
Jahr! Sorderung sirde
int zahl
1816
1820
1830
1840
1850
1860
—1870
100 000
101337
199 962
382 453
593 856
1955 961
2734019
917
847
1245
2489
4580
12 159
15 662
Gründe der schnellen Entwickelung
Einfluß der Dampfmaschine und der
Cisenindustrie.
Einfluß der Eisenbahnen.
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