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gezogen werden. Die englischen Sabriken forderten 1000 Taler für
einen solchen Dampfwagen. Da man dieses viele Geld Lande lassen
wollte, wurde die Kgl. Cisengießerei in Berlin mit der Herstellung
betraut. Als die fertige Lokomotive bei der Probe einen mit Bomben
beladenen Wagen vorwärts und rückwärts bewegt hatte, verpackte
man sie in 8 große Kisten, um sie nach der Sgar zu schicken. Auf
dem Wasserwege Spree-Havel-Elbe-Nordsee-Rhein-Mosel-Saar langte
sie nach 42/2 Monalen in Geislautern an, um in der dortigen Eisen—
hütte zusammengesetzt zu werden. Aber alle Mühe, das Wunder—
werk in Gang zu bringen, war vergebens. 1835, in dem Jahre,
als die erste deutsche Cisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth in
Betrieb genommen wurde, verkaufte man die erste deutsche Lokomotive
an der Saar als altes Eisen für 338 Taler, während sie 3167 Taler
Kosten verursacht hatte.
Trotz dieses Mißerfolges der ersten Cokomotive ging die Dampf—
maschine ihren Weg. Der Dampf ermöglichte es, daß man in den
1820 und 30er Jahren allmählich zum Tiefbau übergehen konnte.
Man begann mit dem Bau senkrechter Schächte. Die mit Dampf
betriebenen Fördermaschinen und Pumpen machten es möglich, sowohl
die gewonnenen Schätze als auch die sich sammelnden Wasser an Tag
zu heben. Bis zum Jahre 1850 hatte sich die Dampfmaschine allent⸗
halben eingebürgert. Ihrer allgemeinen Einführung und dem ge—
waltigen Fortschritte in der Eisen- und Maschinenindustrie ist es zu
verdanken, daß die Förderung des Jahres 1830 im Jahre 1850 die
zfache Höhe erreicht hatte.
Von ebenso entscheidendem Einfluß wurde der Bau von
Eisenbahnen im Saargebiet. Die erste Eisenbahn Sgarbrücken⸗
Leunkirchen (1862) verband die französische Olthahn (Sorbach⸗Paris
1851) mit der Pfalzbahn Gerbach-Sudwigshafen 1849). Sie brachte
eine gute Verbindung mit den wichtigsten Absatzgebieten der Saar⸗
kohle, der Pfalz und Frankreich, und den Anschluß an die Wasser—
straße des Rheins. Bald folgten die wichtigen Verbindungen mit
Trier⸗ Luxemburg (1888 60 mit Bingerbrück-Frankfurt (1860),
mit Saargemünd⸗-Straßburg (1870), mit St. Ingbert-Kaiserslgutern,
Die Einführung der Eisenbahnen hat den Absatz der Saarkohle
erleichtert und gesteigert. Sie hatte zur Folge, daß sich die an
der Bahn liegenden Gruben zu großer Bedeutung und Ausdehnung
entwickelten, während die abgelegenen CLandgruben mehr und mehr
an Bedeutung verloren. Schon 1852 war die FSörderung 2mol, 1856
3 mal, 1860 gar 4 mal so groß als 1850.