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„Wäre es nicht gud, wan man rechten fleiz anwendt, das
die kohlengruben nicht auf den raub ausgeschafft werden ...
Es bleibt der kohlen zurück, der müe und arbeit zu prechen
kost, und werden daturch fiele gruben aufgemacht, fiel bau—
holß verdorben, und fiele Gruben fallen ein, die noch seer
fiele kohlen in sich haben, weil man nicht nacharbeit in
die tiffe.“
Auf den Kat von Fachleuten ging man dazu über, durch wage—
recht verlaufende Stollen die Slöze zu durchfahren und die Kohlen
von innen heraus zu gewinnen. Auch verwandte man schon damals
die Berge, um die entstehenden hohlräume auszufüllen.
Auch unter Wilhelm Heinrichs Nachfolger, dem Fürsten Cudwig,
suchte man die Abbauart beständig zu verbessern. Der Fürst erließ
besondere Bestimmungen, um die Gruben vor dem Einsturz zu be—
wahren. Als man tiefer in die Erde eindrang, wurde die Bewältigung
des Wassers immer schwieriger. ‚hier und da mußte man schon
handpumpen anwenden. Wir hören aber auch, daß die damals
lothringische Grube Griesborn schon um das Jahr 1775 eine Dampf—
pumpe, eine „pompe à feu“, zur „Wassergewältigung“ benutzte.
Der Bergmann verwendete bei seiner Arbeit die einfachsten Werk—
zeuge. Schlägel und Eisen waren seine wichtigsten „Gezähe“.*)
Von der Verwendung des Pulvers wollte der einheimische Bergmann
nichts wissen; erst zuziehende Genossen machten ihn mit den Vorteilen
und dem Verfahren der Schießarbeit bekannt. Die gewonnenen
RKohlen wurden mühsam auf Karren ans Tageslicht gefahren.
Als Preußen 1815 die Verwaltung der meisten Saargruben
übernahm, ließ es sich die Einführung von Verbesserungen aller Art
angelegen sein. Zu den wichtigsten Verbesserungen der ersten Seit
gehört die Cinführung von Geleisen zur FSörderung über
und unter Tage. Die ersten Geleise bestanden aus holzschienen, denen
man später einen starken Schutzmantel aus Eisenblech gab. Dann
kamen gußeiserne Schienen mit eingelassener Spur in Gebrauch. Sie
wurden in den 50er Jahren durch die sogenannten TeSchienen ver—
drängt, was natürlich auch eine Umänderung der Wagenräder zur
Folge hatte.
1821 wurde auf der Grube Gerhard (Couisenthal) ein 21/2 km
—
Saar bringen sollte. Die Wagen sollten durch eine Cokomotive
*) Werkzeuge.