Full text : Festschrift für den 29. Rheinischen Provinzial-Lehrertag am 13., 14. und 15. Juni 1905 in Saarbrücken

*
4

Ate

das
Be⸗

sau
oer⸗
eine
aus
Vor⸗
zu

rge⸗
der
St.
inde
isere

iken
bis⸗
n in
eren
797
die
ran⸗

iner
auch
sitzer
diete
die

fitz.
ein⸗
3um

ruch

kleineren Teile in bayerischen Besitz. Auch Preußen und Bayern
übernahmen die Gruben auf eigene Rechnung, gaben aber die noch
nicht vom Staate mit Beschlag belegten Grubenfelder dem Privat—⸗
betrieb frei. Die Privatgruben auf preußischem Gebiete sind aber
von sehr geringer Bedeutung. Nur auf lothringischem Gebiete, an
der Kossel, beginnt jetzt der Privatbetrieb immer mehr an Bedeutung
und Ausdehnung zu gewinnen. Der preußische Staat betreibt den
Rohlenbergbau an der Saar gegenwärtig auf 24 selbständigen Gruben—
anlagen. Die Verwaltung wird einheitlich geleitet durch die König—
liche Bergwerksdirektion zu Saarbrücken, welcher 11 Berginspektionen
unterstellt sind.
Die Geschichte lehrt uns, daß ohne das weise Eingreifen des
Fürsten Wilhelm heinrich der Steinkohlenbergbau an der Saar sich
nicht in so stetiger und fruchtbringender Weise entwickelt hätte. Nur
dadurch, daß der Staat den Betrieb übernahm und in seinen händen
behielt, war es möglich, daß die gesamte Industrie an der Saar sich
auf den Bergbau stützen und in so glänzender Weise entwickeln
konnte.

UUl. Die Gemeindeberechtigungskohlen“).
Die meisten Gemeinden des Kohlengebietes sind in der glücklichen
Cage, eine Art Anteil an den Bodenschätzen unserer heimat zu be—
sitzen in der Form von Gemeindeberechtigungskohlen. Die Entstehung
dieses Rechtes hängt innig mit der Entwickelung des heimischen Berg—
baues zusammen.

a) Einzelne Gemeinden erlangen das Recht.
Es waren zuerst die Bauern der Grafschaft Saarbrücken, welche
die Kohlen gruben und zu ihren 3wecken verwendeten. In der
hauptsache wurden die Kohlen zum Kalkbrennen benutzt, denn Kalkdüngung
 war damals sehr im Gebrauch. Als dänn der Fürst
Dilhelm Heinrich die Gruben verstaatlichte und die Eröffnung neuer
Gruben streng untersagte, da empfanden das die Bauern als einen
großen Verlust. Die Gemeinden des Köllertales litten damals noch
jehr an den Folgen des dreißigjährigen Krieges. „Um diesen Ge⸗
meinden aufzuhelfenꝰ, gestattete ihnen Wilhelm heinrich „aus besonderer
Gnade“, sich die zum Kalkbrennen erforderliche Kohlenmenge
selbst zu graben. Später ließ er alle „Bauerngruben“ eingehen/
überwies aber den Bauern geringwertige Kohle zum Kalkbrennen

*) Siehe Sußnote Seite 108.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.