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und fördert. Er gibt /10 der heimischen Bevölkerung lohnenden
Verdienst, ernährt demnach die hälfte der Gesamtbevölkerung. Er
liefert dem preußischen Staate einen jährlichen Reingewinn von durch⸗
schnittlich 15220 Millionen Mark und ergießt auch seinen befruch—
tenden Strom in die Gemeindekassen, ganz abgesehen von dem Vor—
teil, den er den übrigen Bewohnern dieses Gebietes indirekt zu—
kommen läßt.
Über das Werden und die Bedeutung der heimischen Industrie
urteilt der Geh. Bergrat haßlacher“*): „Eine tatkräftige und intelli—
gente Bevölkerung, angeregt und unterstützt durch ihre verschiedenen
Regierungen, hat es verstanden, die reichen hilfsmittel des Landes
nach den mannigfachsten Richtungen hin nutzbar zu machen. Heute
dürfte wohl das Saargebiet nicht nur in technischer, sondern auch an
volkswirtschaftlicher und politischer Bedeutung seiner Industrie mit
Recht eine hervorragende Stelle im Deutschen Reiche beanspruchen
können.“
. Das Steinkobhlengebirge an der Saar.“*)
Es rauschten Wälder gewaltig
In vorweltlicher Zeit,
Vielfältig und riesengestaltig
Aufragend weit und breit.
Sie mußten versinken, versanden.
Begraben in stürmender Slut,
Sie haben in steinernen Banden
VDiel tausend Jahre geruht.
Hh. Seidel.
a) Das Saarkohlenbecken.
Das kohlenführende Saar-Nahe-Gebiet hat nicht bloß seiner
heutigen Oberflächenform, sondern auch seiner Uranlage nach die
Gestalt einer muldenartigen Einsenkung. Die Senke reicht von der
Saar bis zur Wetterau und wird begrenzt im Südosten von den
Hogesen, der härdt und dem Spessart, im Nordwesten von dem
rheinischen Schiefergebirge (Hunsrück und Taunus). Die Begrenzung
der Senke widerspricht der Form eines eigentlichen Beckens, d. h. einer
ringsum von Erhebungen eingeschlossenen Vertiefung; die Senke hat
vielmehr die Form eines langen und schmalen Grabens. Darum ist
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*) Haßlacher, das Industriegebiet an der Saar 1879.
*x) Nach Dr. Leppla, Ugl. Landesgeologen in Berlin, in dem Sammelwerk.
„Der Steinkohlenbergbau in der Umgebung von Saarbrücken.“ J. Teil. 1904