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die Reime 390 und Sylvester 81, 144, 180 mit & als gesichert
erscheint) : tiere 344; mere : tiere 285. Dazu kommt
das $ 66 erwähnte Trer, das gleichfalls nur in der Schrift
Trier lautete.
I. Mhd. ie > & >ei:kreig Krieg, leif lieb, leit Lied,
krein (kriegen) bekommen, kreiwan (mhd. griebe, grieve)
Hautausschlag, breif Brief, feiwmx Fieber, meit Miete, greis
Gries, greismel Griesmehl, krei$al (? mhd. krieche „Pflaumenmus“
oder kriechel „eine Weinart“) Stachelbeere, sdeif-Stief-
z. B. Sdeifkeont Stiefkind, deif tief, deinon dienen.
reican riechen.
II. Mhd. ie vor r entspricht &: der Tier, Sdem Stier,
fer vier, be Bier, forleran verlieren, parleron (parlieren parler).
S.91. In folgenden Fällen ist mhd. ie nicht als Länge
€ durchgedrungen, sondern es wurde zu %, das teils, als Kürze
i, neue Dehnung wie dieses erfahren hat und ganz ebenso
entwickelt ist, teils auch ist es als Länge ? übernommen.
a) Kürze % steht in: dip Dieb, Zict (lieht) Licht, dipan
stehlen.
b) Länge 7 haben: gis (giez-vas) Giesskanne, lin (liegen)
lügen, ons” Lügner, tsial (9 fast v) Ziegel, $biol (9
wie vor.) Spiegel.
c) £ > e in: em» immer (iemer imer);
d) ? ist anzusetzen in hei hier (hi), pabeio Papier.
Das Wort ist spätmhd. Die Ma. hat das nhd. als
gedehntes £ erhaltene gedehnte mhd. % diphthongiert.
Mhd. wo.
$_92. Nach Weinhold (Mhd. Gr. 8 140) ist mhd. wo
in den md. Dialekten bald 4 bald 6 geworden. Wir können
daher die verschiedenen Formen. auf diese Contractionen
zurückführen.
Auch die Urkunden deuten wie die Hss. auf einen
Laut hin, der meist zwischen o und w“ gelegen haben
mag. Es ist nicht immer ein so deutliches @ oder 6
herausgekommen, dass die Entwickelung mit diesen
Lauten zusammengefallen wäre. So zeigt sich z. B.
kein Fall, in dem 4 (< uo) 9u geworden wäre, wohl